Begeben wir uns doch mal auf eine kleine Zeitreise, von den Anfängen des Biathlons, zu der Entstehung einer neuen Sportart über den Weg nach Olympia, die Disziplinen und Athleten bis zu einigen legendären Rennen und Entscheidungen, die man so schnell nicht vergessen wird. Also seit bereit, die Reise kann beginnen! Zieht euch warm an wir begeben uns in den Winter!!

 -I- Die Geschichte des Biathlonsports

 Der Weg hin zum Biathon, wie wir es heute kennen und lieben war ein langer und nicht immer einfacher. Biathlon ist aus zwei grichischen Wörtern zusammengesetzt. Bi = zwei und athlon = Kampf. Es handelt sich also um einen Zwei - Kampf, es werden ja auch zwei Disziplinen miteinander kombiniert. 

-I.1- Die Anfänge des Biathlons

Starten wir also die Reise auf den Spuren des Biathlons.
Die Ursprünge sind schon in sehr frühen Zeiten zu finden. Natürlich machten sich die Menschen früher keine Gedanken über Wettkämpfe, denn für sie ging es bei der Jagd vor allem ums Überleben. Es wird wohl in Skandinavien gewesen sein, wo die Menschen erstmals Skier nutzten um mit dem Wild mithalten zu können. Mit Speern oder ähnlichen Waffen bewaffnet konnten sie so viel leichter die Verfolgung von Wild im Schnee aufnehmen als zu Fuß.
Später wurden auch bei Kämpfen z.B. zwischen Wikingern Skier als Fortbewegungsmittel benutzt. Im ersten und zweiten Weltkrieg machte dann auch das Millitär gebrauch von dieser Art der Fortbewegung. So ist es also zum ersten kein Wunder, dass der erste Skiverein in Norwegen zu finden ist, und dass Norwegen immer schon eine der Führenden Biathlon Nationen war, ist und sein wird. Zum anderen ist es wenig verwunderlich, dass Biathlon zuerst einmal eine Millitärsportart wurde. Auch heutzutage werden ja noch jährlich CISM Weltmeisterschaften ausgetragen(Millitärweltmeisterschaften).

(Holzskier; Quelle: http://www.antiqu-art.ch/images/Holzski_gross.jpg)

Das also die frühsten Anfänge, aber wir sind immer noch nicht in der Gegenwart angekommen, dass wird noch einige Zeit dauern, denn wir haben noch einen langen Weg, weg von Millitär- hin zum Zivil- Sport vor uns.

 -I.2- Der lange weg ins olympische Programm

Bereits bei den ersten Olympischen Winterspielen 1924 im französischen Chamonix wurde ein Patrullienlauf als Demonstrationswettbewerb durchgefürht. Auf grund des Millitärischen Hintergrund wurde dieser Wettbewerb 1936 in Garmisch-Partenkirchen vor allem als Demonstration für die Stärke des NS - Regimes gesehen. Nach ende des Krieges war diese Art von Sport eher umstritten und der Patrullienlauf rückte aus dem Blickfeld. Jedoch blieb die Vorstellung von einem Wintersportlichen Mehrkampf bestehen. So wurde im Jahre 1948 die UIPMB (Union Internationale de Pentalon Moderne / Internationale Union des modernen Fünfkampfes) gegründet. Sie umfasste die Sportarten Skilanglauf, Abfahrtslauf, Schießen, Fechten und Reiten. Bei den Spielen in St. Moritz wurde dieser Fünfkampf erstmals als Demonstrationswettkampf vorgeführt. Doch das wahre war dies dann auch wieder nicht und so besann man sich dann doch wieder auf die Kombination aus Schießen und Laufen zurück. Ein wichtiger Schritt in Richtung Olympia war die erste Biathlonweltmeisterschaft, welche 1958 in österreichischen Saalfelden ausgetragen wurde. Einzige Disziplin waren die 20 km und geschossen wurde nicht auf Scheiben, sondern auf Luftballons. Zudem wurde ein Großkaliber Gewehr benutzt und im klassischen Stil gelaufen. Natürlich auch nur die Männer. Bereits zwei Jahre später, bei den Olympischen Winterspielen in Squaw Valley, gab es dann die Offizielle Olympiapremiere (unter gleichen Bedingungen wie auch bei der WM). Frauen wurden erstmals 1984 zu einer WM zugelassen. In Chamonix gab es das erste Kräftemässen der Damen bei einem Großereignis, 1992 in Albertville (Frankreich) liefen sie um die ersten Olympiatitel. Ein Jahr später wurde die IBU (International Biathlon Union) gegründet. Es hat noch einige Zeit gedauert, bis Biathlon zu einer so beliebten Sportart geworden ist, aber der Grundstein war gelegt.

(Bilder von 1974, Quelle:www.alsap.org/.../FortRichBiathlon.htm)

Ein kleiner Schritt wäre geschaft, wir haben Biathlon auf dem Weg der Entstehung bis hin zu den ersten Weltmeisterschaften und Olympischenspielen begleitet, doch wer denkt das sei alles irrt sich gewaltig. Jetzt geht es erst richtig los. Das was Biathlon zu dem macht, was es ist, ist nicht die Entstehunggeschichte, sondern die Disziplinen und vor allem die Athleten und Athltinnen, die ihre Fans begeistern und in einen unausweichlichen Bann führen. Also nur weiter, die Reise ist noch lang. Also nicht stehen bleiben, das Rennen ist erst entschieden, wenn alle das Ziel erreicht haben!!!

-I.3- Frauen und Biathlon

Während die Männer schon einige Zeit lang unter den Blicken von einigen Zuschauern ihre Rennen austriegen, mussten die Damen sich ihre Anerkennung erst noch hart erarbeiten. Zuerst liefen die Männer, dann verließen die meisten Zuschauer das Stadion, so dass die Damen vor leeren Kullisen an den Start gingen. Doch bis heute hat sich dies sehr verändert. auch bei den Damen sind die Zuschauerränge voll und sie sind als Biathletinnen längst genauso akzeptiert wie ihre männlichen Kollegen.

(Film Plaket "Mit den Waffen einer Frau"; Quell: http://www.biathlon-online.de/images/stories/dateien/waffeneinerfrau.jpg)

Jetzt führt uns die Reise zu Veränderungen, die den Sport im wahrsten Sinne des Wortes bewegten und ihn der Zeit anpassten. Nur weiter, die Zeit läuft!

-II- Neue Tecknik und Ausrüßtung bewegt den Sport

-II.1- Die Waffe


Wie schon erwähnt wurde zu beginn mit einem Großkalier Gewähr geschossen, welches auch weiterhin einen sehr millitärischen Eindruck vermittelte. Im Jahre 1977 änderte sich dies und 1978 wurde bei der WM in Hochfilzen, wenig entfernt von Saalfelden, dem Austragungsort der ersten WM, ein weiterer Schritt in Richtung "Biathlon von Heute" gemacht. Erstmals schoß man mit Kleinkaliebergewähren, was unter anderem auch den millitärischen anschein senkte. Eine solche Waffe muss bei den Wettkämpfen mindestens 3,5 Kilo wiegen, mehr dürfen es aber auch sein. Für jedes Schießen führt der Athlet ein Magazin gefüllt mit je 5 Patronrn mit sich. Die Monition ist je nach Athlet und Wetterverhältnissen unterschiedlich. Damit der Athlet die Scheiben auch erkennen kann, muss er durch den Diopter schauen. In diesem ist auch das Ringkorn zu finden. Je nach Wetter- und Sichtbedingungen kann der Athlet ein größeres oder kleineres Ringkorn wählen, je nach dem fällt mehr oder weniger Licht durch das Korn. Bei Nebel verwendet man so zum Beispiel das so genannte Nebelkorn. Da Biathlon eine Sportart ist, welche im Frien ausgetragen wird, ist auch der Wind ein Faktor, der das ein oder andere Rennen entscheiden kann. Damit man auf veränderten Wind reagieren kann, gibt es an der Waffe kleine Rädchen, mit welchen man die Visierlinie nach links/rechts bzw. nach oben/unten verändern kann. Nach jedem Schuss muss der Athlet repitieren, damit die alte Patronenhülse den Lauf verlässt und ein neuer Schuss abgegeben werden kann.

(Quelle: http://p3.focus.de/img/gen/s/r/HBsruqA4_Pxgen_r_311xA.JPG) (Quelle:  http://www.schuetzenwelt.de/img/cms/artikel/bild/530jpg)

-II.2- Die Lauftechnik

Zu beginn wurde in der klassischen Technik gelaufen, doch Heute ist dies nicht mehr der Fall. Es ist wohl dem deutschen Frank-Peter Rötsch zu verdanken, dass im Biathlon sehr schnell und Konfliktlos der Skatingstil eingeführt wurde, als er 1985 der Konkurrenz förmlich davon flog. Seit her ist dies der Offiziele Laufstil. Auch die Renn Zeiten wurden durch diese neu Einführung enorm verringert. 1984 bei den olympischen Spielen in Sarajevo benötigte Peter Angerer 1:11.52,7 Stunden bis er nach 20 absolvierten Kilometern seinen Sieg feiern durfte. Ein Jahr danach benötigte Juri Kashkarov nur 55.5 Minuten um sich in Ruhpolding den WM Titel zu sichern.                                                                                      

(klassische Technik, Quelle: http://www.grimmhof.de)  (skating Technik, Quelle: http://www.schilanglauf.net)


 -II.3- Der Schießstand


Während früher die Trefferflächen aus Luftballons bestanden und die Anbstände zwischen Athlet und Trefferfläche zwischen 50 und 200 m variierte, ist es Heute alles klar festgelegt. Jeder Schießstand besteht aus 30 Schießbahnen. Der Abstand zwischen Athlet und den 5 Scheibe beträgt 50 m. Die Trefferfläche beim liegendschießen einen Durchmesser von 4,5 cm und die beim stehenschießen 11,5 cm (das entspricht in etwa der größe einer vollen Toilettenpapierrolle, das Loch in der Mitte die die Trefferfläche fürs Liegendschiessen und die gesamte Rolle für den Stehenden Anschlag). Bei den Scheiben gibt es zwei Systeme, welche beide angewendet werden. In Skandinavien wird das skandinavische Klappsystem angewand. Dabei klappen bei einem Treffer die schwarzen Scheiben um und eine weiße Scheibe wird sichtbar. In Mitteleuropa wird jedoch überwiegend ein Elektronisches System benutzt. Die Trefferlage der Schüsse wird auf einen Computer übertragen und bei einem Treffer schiebt sich eine weiße Scheibe vor die Schwarze.

 (Schießstand, Quelle: http://holsteinerkrabben.de       (Scheiben, Quelle: www.biathlon-online.de)   (Biathlontrefferfläche, Quelle: www.krannich.org)

                          Sind auch noch alle da, oder haben wir jemanden auf der Reise verloren? Ein weiterer Schritt zurück in die Gegenwart ist geschaft. Als nächstes wird uns unsere Reise zu den verschiedenen Disziplinen bringen, und wir werdenjede in ihrer eigenen Eigenart betrachten, den jede Disziplin hat ihre eingenen  Regeln und  "Gesetze". Weiter, weiter, nicht stehen bleiben!!!                                                                                                                                                                                                                                                    

-III- Die Disziplinen

Biathlon hat sich in der Wintersportwelt etabliert, doch die Entwicklung des Sports begint jetzt erst richtig, den mit der Definition aus einen Lexikon von 1980 "Biathlon, Wettbewerb in den olyp. Winterspielen: 20 km Skilanglauf mit 4 eingeschobenen Schießübungen" ist es längst nicht mehr getan. Der Sport wächst, neue Disziplinen entstehen. Auch wenn sich nicht alle halten konnten und es bei manchen etwas länger dauerte, bis die richtige Distanz und Durchführung gefunden wurde, kann sich das Ergebnis sehen lassen.

Einzel Staffel Manschaft Sprint Verfolgung Massenstart Mixedstaffel

Die Längste Distanz im Biathlon 20 km bzw. 15 km. Ein weiter weg, los gehts!

-III.1- Das Einzel

Das Einzel ist sowohl bei den Herren als auch bei den Damen die längste Distanz im Biathlon und die älteste Disziplin. Bei den Herren muss eine Distanz von 20 km, bei den Damen 15 km absolviert werden. Das heißt je 5 Ruden mit je 4 bzw. 3 km (von 1984 - 1988 liefen die Damen 10 km und schossen drei mal). Vier mal wird geschossen, liegend, stehend, liegend, stehend. Nachladepatronen sind nicht gestattet, doch auch die Strafrunde bleib leer. Jedoch spielt das Schießen im Einzel eine wichtige Rolle, denn jeder Fehlschuss bringt eine Strafminute mit sich, die sofort zur Zeit dazu addiert wird. Das Rennen ist vom ersten bis zum letzten Starter offen und erst dann entschieden, wenn alle das Ziel erreicht haben. Die Athlethen startet nämlich nicht gleichzeitig, sondern im 30 Sekunden Tackt. Mit einer gesammt Rennzeit dauer im WC von etwa 2 Stunden und der ständig wechselnden Situationen, Start, Schießen, Ziel usw. ist es für die Zuschauer nicht immer so leicht den Geschehnissen zu folgen, doch das Einzel gehört zum Biathlon, wir das Wasser in Meer. Die Schießbahnen 1-15 sind beim liegend Schießen frei wählbar, beim stehen Schießen kann man zwischen den Bahnen 16-30 wählen.
Auch auf die Gefahr hin, dass die Liste jetzt etwas länger wird, wie gesagt, das Einzel ist das älteste Kind des Biathlons, denn sie haben es alle verdient, hier die Liste aller Einzel Weltmeister/ Weltmeisterinnen und Olympisasieger/ Olympiasiegerinnen:

Weltmeister Herren:
  • 1958 Saalfelden: Adolf Wiklund
  • 1959 Antholz: Wladimir Melanin
  • 1961 Umeå: Kalevi Huuskonen
  • 1962 Hämeenlinna: Wladimir Melanin
  • 1963 Seefeld: Wladimir Melanin
  • 1965 Elverum: Olav Jordet
  • 1966 Garmisch: Jon Istad
  • 1967 Altenberg: Wiktor Mamatow
  • 1969 Zakopane: Alexander Tichonow
  • 1970 Östersund: Alexander Tichonow
  • 1971 Hämeenlinna: Dieter Speer
  • 1973 Lake Placid: Alexander Tichonow
  • 1974 Minsk: Juhani Suutarinen
  • 1975 Antholz: Heikki Ikola
  • 1977 Vingrom: Heikki Ikola
  • 1978 Hochfilzen: Odd Lirhus
  • 1979 Ruhpolding: Klaus Siebert
  • 1981 Lahti: Heikki Ikola
  • 1982 Minsk: Frank Ullrich
  • 1983 Antholz: Frank Ullrich
  • 1985 Ruhpolding: Juri Kaschkarow
  • 1986 Oslo: Waleri Medwedzew
  • 1987 Lake Placid: Frank-Peter Roetsch
  • 1989 Feistritz: Eirik Kvalfoss
  • 1990 Minsk: Waleri Medwedzew
  • 1991 Lahti: Mark Kirchner
  • 1993 Borovetz: Andreas Zingerle
  • 1995 Antholz: Tomasz Sikora
  • 1996 Ruhpolding: Sergei Tarassow
  • 1997 Osrblie: Ricco Groß
  • 1999 Oslo: Sven Fischer
  • 2000 Oslo: Wolfgang Rottmann
  • 2001 Pokljuka: Paavo Puurunen
  • 2003 Chanty-Mansijsk: Halvard Hanevold
  • 2004 Oberhof: Raphael Poirée
  • 2005 Hochfilzen: Roman Dostál
  • 2007 Antholz: Raphae Poirée
  • 2008 Östersund: Emil Hegle Svendsen
  • 2009 Pyeongchang: Ole Einar Björndalen
Weltmeister Damen:
  • 1984 Chamonix: Wenera Tschernyschowa
  • 1985 Egg am Etzel: Kaja Parve
  • 1986 Falun: Eva Korpela 
  • 1987 Lahti: Sanna Grønlid      
  • 1988 Chamonix: Anne Elvebakk
  • 1989 Feistritz: Petra Schaaf
  • 1990 Minsk: Swetlana Dawydowa
  • 1991 Lahti: Petra Schaaf
  • 1993 Borovetz: Petra Schaaf
  • 1995 Antholz: Corinne Niogret
  • 1996 Ruhpolding: Emmanuelle Claret
  • 1997 Osrblie: Magdalena Forsberg
  • 1999 Oslo: Olena Zubrilova
  • 2000 Oslo: Corinne Niogret
  • 2001 Pokljuka: Magdalena Forsberg
  • 2003 Chanty-Mansijsk: Katerina Holubcová
  • 2004 Oberhof: Olga Pyleva
  • 2005 Hochfilzen: Andrea Henkel
  • 2007 Antholz: Linda Grubben
  • 2008 Östersund: Ekaterina Iourieva
  • 2009 Pyeongchang: Kati Wilhelm
Olympiasieger Herren:
  • 1960: Klas Lestander
  • 1964: Wladimir Melanin
  • 1968: Magnar Solberg
  • 1972: Magnar Solberg
  • 1976: Nikolai Kruglow
  • 1980: Anatoli Aljabjew
  • 1984: Peter Angerer
  • 1988: Frank-Peter Roetsch
  • 1992: Jevgeni Redkin
  • 1994: Sergei Tarassow
  • 1998: Halvard Hanevold
  • 2002: Ole Einar Bjørndalen
  • 2006: Michael Greis
  • 2010: Emil Hegle Svendsen
Olympiasieger Damen:
  • 1992: Antje Misersky
  • 1994: Myriam Bédard
  • 1998: Ekaterina Dafowska
  • 2002: Andrea Henkel
  • 2006: Svetlana Ischmuratova 
  • 2010: Tora Berger

    Pilt   

 (Olympische Spiele 2002, Ole EInar Björndalen vor Sven Fischer und Wolfgang Pernen; Quelle: http://www.sven-fischer-fanpage.com/)

 (Die Nummer 13 hat Glück gebracht Linda Grubben wird Einzel Weltmeisterin bei der WM 2007 in Antholz; Quelle: www.biathlon-online.de)

 (Raphael Poiree beim Zieleinlauf der WM 2007 in Antholz; Quelle: http://sport.postimees.ee/)

 (Emil Hegle Svendsen der Einzel Weltmeister von Östersund 2008; Quelle: http://sport.etv.ee/failid/12276.jpg)

 Lange Liste, aber als Weltmeister und Olympiasieger haben sie alle das Recht erwähnt zu werden. Doch das soll uns nicht aufhalten. Dass es alleie geht, haben wir ja jetzt gesehen, aber es geht auch zusammen!

-III.2- Die Staffel

Von anfang an bei Weltmeisterschaften dabei ist auch die Staffel. Ihr weg bis zur heutigen Form war jedoch anders als beim Einzel etwas länger. Bei den Herren wurde sie im Zeitraum von 1959 bis 1964 mit drei Läufern, die je 7,5 km und zwei Schießeinagen absolvieren mussten ausgetragen. Seit her gehören vier Athleten zu einer Staffel, während die Distanz gleich blieb. Bei den Damen wurde hingegen nicht nur an der Läuferzahl, sondern auch an der Distanz gebastelt. Eins war jedoch klar, jede Athletin musste zwei mal Schießen. Von 1984 bis 1988 war die Distanz 3x5 km, von 1989 bis 1991 3x7,5 km, von 1992 bis 2003 4x7,5 km und seit her Laufen die Damen 4x6 km. Die Startläufer/innen starten Zeitglei ins Rennen und das Team dessen Schlussläufer als erstes das Ziel erreicht gewinnt. So ist die Staffel auch ein sehr Zuschauerfreundliches Rennen, denn man ist immer mitten im geschehen und muss sich nicht ständig neu orientieren. Um den Athleten eine Chance zu geben in der Staffel die Strafrunde zu umgehen, darf jeder Athlet pro Schießen zusätzlich zu den normalen fünf Patronen, drei Nachlade Patronen benutzen. Trifft der Athlet jedoch auch mit diesen Zusatzpatronen nicht alle Scheiben, so muss er doch für jede noch stehen gebliebene Scheibe in die 150 m lange Strafrunde, bevor er das Rennen wieder aufnehmen darf. Zu den Nachlade Patronen ist zu sagen, dass die früher vor jedem Schießen in ein dafür vorgesehenes Schälchen abgelegt werden mussten, seit 2005 ist dies jedoch nicht mehr nötig. Natürlich müssen die Nachladepatronen einzelnd Nachgeladen werden. Beim ersten Schießen geht jeder Athlet auf die Bahn, die seiner Startnummer entspricht, danach geht der führende auf Bahn 1, der zweite auf 2 usw.
Natürlich auch hier die Sieger Teams der Weltmeisterschaften und Olympischen Spiele:

Weltmeister Herren:
  • 1958 Saalfelden: Schweden (Adolf Wiklund, Olle Gunneriusson, Sture Ohlin, Sven Nilsson)
  • 1959 Antholz: Sowjetunion (Wladimir Melanin, Dimitri Sokolow, Walentin Pschenitsyn)
  • 1961 Umeå: Finnland (Kalevi Huuskonen, Paavo Repo, Antti Tyrväinen)
  • 1962 Hämeenlinna: Sowjetunion (Wladimir Melanin,Walentin Pschenitsyn, Nikolai Pusanow)
  • 1963 Seefeld: Sowjetunion (Wladimir Melanin, Nikolai Mescharjakow, Walentin Pschenitsyn)
  • 1965 Elverum: Norwegen (Olav Jordet, Ola Wærhaug, Ivar Norkild)
  • 1966 Garmisch: Norwegen (Jon Istad, Ragnar Tveiten, Ivar Norkild, Olav Jordet)
  • 1967 Altenberg: Norwegen (Jon Istad, Ragnar Tveiten, Ola Wærhaug, Olav Jordet)
  • 1969 Zakopane: Sowjetunion (Alexander Tichonow, Wiktor Mamatow, Rinnat Safin, Wladimir Gundartzev)
  • 1970 Östersund: Sowjetunion (Alexander Tichonow, Wiktor Mamatow, Rinnat Safin, Alexander Uschakow)
  • 1971 Hämeenlinna: Sowjetunion (Alexander Tichonow, Wiktor Mamatow, Rinnat Safin, Nikolai Muhitov)
  • 1973 Lake Placid: Sowjetunion (Alexander Tichonow, Rinnat Safin, Juri Kolmakov, Gennadi Kovalev)
  • 1974 Minsk: Sowjetunion (Alexander Tichonow, Alexander Uschakow, Nikolai Kruglow, Juri Kolmakov)
  • 1975 Antholz: Finnland (Carl-Henrik Flöjt, Simo Halonen, Juahani Suutarinen, Heikki Ikola)
  • 1977 Vingrom: Sowjetunion (Alexander Tichonow, Alexander Jelisarow, Alexander Uschakow, Nikolai Kruglow)
  • 1978 Hochfilzen: DDR (Manfred Beer, Frank Ullrich, Klaus Siebert, Eberhard Rösch)
  • 1979 Ruhpolding: DDR (Manfred Beer, Klaus Siebert, Frank Ullrich, Eberhard Rösch)
  • 1981 Lahti: DDR (Mathias Jung, Matthias Jacob, Frank Ullrich, Eberhard Rösch)
  • 1982 Minsk: DDR (Frank Ullrich, Mathias Jung, Matthias Jacob, Bernd Hellmich)
  • 1983 Antholz: Sowjetunion (Algimantas Schalna, Juri Kaschkarow, Peter Miloradov, Sergej Bulygin)
  • 1985 Ruhpolding: Sowjetunion (Juri Kaschkarow, Algimantas Schalna, Sergej Bulygin, Andrej Senkov)
  • 1986 Oslo: Sowjetunion (Juri Kaschkarow, Dimitri Vassiljev, Waleri Medwedzew, Sergej Bulygin)
  • 1987 Lake Placid: DDR (Frank-Peter Roetsch, Mathias Jacob, André Sehmisch, Jürgen Wirth)
  • 1989 Feistritz: DDR (Frank Luck, André Sehmisch, Birk Anders, Frank-Peter Roetsch)
  • 1990 Kontiolahti: Italien (Pier Alberto Carrara, Wilfried Pallhuber, Johann Passler, Andreas Zingerle)
  • 1991 Lahti: Deutschland (Ricco Groß, Frank Luck, Mark Kirchner, Fritz Fischer)
  • 1993 Borovetz: Italien (Wilfried Pallhuber, Johann Passler, Pier Alberto Carrara, Andreas Zingerle)
  • 1995 Antholz: Deutschland (Ricco Groß, Mark Kirchner, Frank Luck, Sven Fischer)
  • 1996 Ruhpolding: Russland (Wiktor Maigurow, Wladimir Dratchow, Sergei Tarassow, Alexej Kobeljev)
  • 1997 Osrblie: Deutschland (Ricco Groß, Peter Sendel, Sven Fischer, Frank Luck)
  • 1999 Oslo: Weißrussland (Alexei Aidarow, Petr Ivaschko, Wadim Saschurin, Oleg Ryschenkow)
  • 2000 Lahti: Russland (Wiktor Maigurow, Sergei Roschkow ,Wladimir Dratchow, Pawel Rostowzew)
  • 2001 Pokljuka: Frankreich (Gilles Marguet, Vincent Defrasne, Julien Robert, Raphael Poirée)
  • 2003 Chanty-Mansijsk: Deutschland (Peter Sendel, Sven Fischer ,Ricco Groß ,Frank Luck)
  • 2004 Oberhof: Deutschland (Frank Luck, Ricco Groß, Sven Fischer ,Michael Greis)
  • 2005 Hochfilzen: Norwegen (Halvard Hanevold, Stian Eckhoff, Egil Gjelland, Ole Einar Bjørndalen)
  • 2007 Antholz: Russland (Ivan Tscheresov, Maxim Tschudov ,Dmitri Jaroschenko, Nikolai Kruglov jr.)
  • 2008 Östersund: Russland (Ivan Tscheresov, Nikolai Kruglov jr.,Dmitri Iaroschenko, Maxim Tschudov)
  • 2009 Pyeongchang: Norwegen (Emil Hegle Svendsen, Lars Berger, Halvard Hanevold, Ole Einar Björndalen)
     
Weltmeister Damen:
  • 1984 Chamonix: Sowjetunion (Wenera Tschernyschowa, Ludmila Sabolotnjana, Kaja Parve)
  • 1985 Egg am Etzel: Sowjetunion (Wenera Tschernyschowa, Jelena Golowina, Kaja Parve)
  • 1986 Falun: Sowjetunion (Kaja Parve, Nadeschda Belova, Wenera Tschernyschowa)
  • 1987 Lahti: Sowjetunion (Jelena Golowina, Wenera Tschernyschowa, Kaja Parve)
  • 1988 Chamonix: Sowjetunion (Wenera Tschernyschowa, Jelena Golowina, Kaja Parve)
  • 1989 Feistritz: Sowjetunion (Natalja Prikostschikova, Swetlana Dawydowa, Jelena Golowina)
  • 1990 Oslo: Sowjetunion (Jelena Batsewitsch, Jelena Golowina, Swetlana Dawydowa)
  • 1991 Lahti: Sowjetunion (Jelena Belova, Jelena Golowina, Swetlana Dawydowa)
  • 1993 Borovetz: Tschechien (Jana Kulhava, Ji&345;ina Adami&269;ková, Iveta Knizkova, Eva Hakova)
  • 1995 Antholz: Deutschland (Uschi Disl, Antje Harvey, Simone Greiner-Petter-Memm, Petra Behle)
  • 1996 Ruhpolding: Deutschland (Uschi Disl, Simone Greiner-Petter-Memm, Katrin Apel, Petra Behle)
  • 1997 Osrblie: Deutschland (Uschi Disl, Simone Greiner-Petter-Memm ,Katrin Apel ,Petra Behle)
  • 1999 Kontiolahti: Deutschland (Uschi Disl, Simone Greiner-Petter-Memm, Katrin Apel ,Martina Zellner)
  • 2000 Oslo: Russland (Olga Pyleva, Svetlana Tschernoussowa, Galina Kuklewa, Albina Achatova)
  • 2001 Pokljuka: Russland (Olga Pyleva, Anna Bogali, Galina Kuklewa, Svetlana Ischmuratova)
  • 2003 Chanty-Mansijsk: Russland (Albina Achatova, Svetlana Ischmuratova, Galina Kuklewa, Svetlana Tschernoussova)
  • 2004 Oberhof: Norwegen (Linda Tjørhom, Gro Marit Istad-Kristiansen, Gunn Margit Andreassen, Liv Grete Poirée)
  • 2005 Hochfilzen: Russland (Olga Pyleva, Svetlana Ischmuratova, Anna Bogali, Olga Zaizeva)
  • 2007 Antholz: Deutschland (Martina Glagow, Andrea Henkel, Magdalena Neuner, Kati Wilhelm)
  • 2008 Östersund: Deutschland (Martina Glagow, Andrea Henkel, Magdalena Neuner, Kati Wilhelm)
  • 2009 Pyeongchang: Russland (Svetlana Sleptsova, Anna Bolygina, Olga Pyleva, Olga Zaitseva)
     
Olympiasieger Herren:
  • 1968: Sowjetunion (Alexander Tichonow, Nikolai Pusanow, Wladimir Gundarzew, Wiktor Mamatow)
  • 1972: Sowjetunion (Alexander Tichonow, Rinnat Safin, Iwan Bjakow, Wiktor Mamatow)
  • 1976: Sowjetunion (Alexander Jelisarow, Iwan Bjakow, Nikolai Kruglow, Alexander Tichonow)
  • 1980: Sowjetunion (Wladimir Alikin, Alexander Tichonow, Wladimir Barnaschow, Anatoli Aljabjew)
  • 1984: Sowjetunion (Dimitri Wassilijew, Juri Kaschkarow, Alquimantas Schalna, Sergej Buligin)
  • 1988: Sowjetunion (Dimitri Wassiljew, Sergei Tschepikow, Alexander Popow, Waleri Medwedzew)
  • 1992: Deutschland (Ricco Groß, Jens Steinigen, Mark Kirchner, Fritz Fischer)
  • 1994: Deutschland (Ricco Groß, Frank Luck, Mark Kirchner, Sven Fischer)
  • 1998: Deutschland (Ricco Groß, Peter Sendel, Sven Fischer, Frank Luck)
  • 2002: Norwegen (Halvard Hanevold, Frode Andresen, Egil Gjelland, Ole Einar Bjørndalen)
  • 2006: Deutschland (Ricco Groß, Michael Rösch, Sven Fischer, Michael Greis)
  • 2010: Norwegen (Halvard Hanevold, Tarjei Boe, Emil Hegle Svendsen, Ole Einar Björndalen)
Olympiasieger Damen:
  • 1992: Frankreich (Corinne Niogret, Véronique Claudel, Anne Briand-Bouthiaux)
  • 1994: Russland (Nadeida Talanowa, Natalja Snytina, Louisa Noskowa, Anfissa Reszowa)
  • 1998: Deutschland (Uschi Disl, Martina Zellner, Katrin Apel, Petra Behle)
  • 2002: Deutschland (Katrin Apel, Uschi Disl, Andrea Henkel, Kati Wilhelm)
  • 2006: Russland (Anna Bogali-Titovez, Svetlana Ischmuratova, Olga Zaizeva, Albina Achatova) 
  • 2010: Russland (Svetlana Sleptsova, Anna Bogali-Titovets, Olga Pyleva, Olga Zaitseva)

 

(Die Staffelentscheindung um Bronze bei den Spielen von 2006 zwischen Raphael Poiree und Carl Johan Bergman; Quelle: http://images.google.com/)

Jetzt wirds schnell! Die kürzeste Distanz steht auf dem Programm. Der Sprint, also Tempo hoch und weiter!

-III.3- Der Sprint


Der Sprint ist die kürzeste Distanz im Biathlon. Wie im Einzel startten die Athleten im 30 Sekunden Takt und so ist es auch hier nicht ganz so lecht das Rennen zu verfolgen und die Athleten müssen oft lange warten um zu sehen, was ihre Zeit wert ist. Seit 1974 tragen die Herren den Sprint über eine Distanz von 10 km und 2 Schießeinlagen aus. Die Damen liefen bei ebenfalls zwei Schießenlagen (liegend, stehen) von 1984-1988 5 km und seit her 7,5 km. Anders als beim Einzel ist hier durchaus leichter möglich, dass ein Laufstarker Athlet einen Fehlschuss am Schießstand wieder heraus Laufen kann, den für jeden Fehlschuss muss der Athlet eine Starafrunde von 150 m absolvieren. Die Schießbahnen 1-15 sind beim liegend Schießen frei wählbar, beim stehen Schießen kann man zwischen den Bahnen 16-30 wählen. Heute brauchen die Athleten im Durchschnitt ca. 25 Sekunden. Natürlich dürfen auch hier die Weltmeister und Olympiasieger nicht Fehlen:

Weltmeister Herren:

1974 Minsk: Juhani Suutarinen
1975 Antholz: Nikolai Kruglov
1976 Antholz: Alexander Tichonow
1977 Vingrom: Alexander Tichonow
1978 Hochfilzen: Frank Ullrich
1979 Ruhpolding: Frank Ullrich
1981 Lahti: Frank Ullrich
1982 Minsk: Eirik Kvalfoss
1983 Antholz: Eirik Kvalfoss
1985 Ruhpolding: Frank-Peter Roetsch
1986 Oslo: Waleri Medwedzew
1987 Lake Placid: Frank-Peter Roetsch
1989 Feistritz: Frank Luck
1990 Oslo: Mark Kirchner
1991 Lahti: Mark Kirchner
1993 Borovetz: Mark Kirchner
1995 Antholz: Patrice Bailly-Salins
1996 Ruhpolding: Wladimir Dratchow
1997 Osrblie: Wilfried Pallhuber
1999 Kontiolahti: Frank Luck
2000 Oslo: Frode Andresen
2001 Pokljuka: Pavel Rostovzev
2003 Chanty-Mansijsk: Ole Einar Bjørndalen
2004 Oberhof: Raphaël Poirée
2005 Hochfilzen: Ole Einar Bjørndalen
2007 Antholz: Ole Einar Bjørndalen
2008 Östersund: Maxim Tschudov

2009 Pyeongchang: Ole Einar Björndalen

Weltmeister Damen:

1984 Chamonix: Wenera Tschernyschowa
1985 Egg am Etzel: Sanna Grønlid
1986 Falun: Kaja Parve
1987 Lahti: Jelena Golowina
1988 Chamonix: Petra Schaaf
1989 Feistritz: Anne Elvebakk
1990 Oslo: Anne Elvebakk
1991 Lahti: Grete Ingeborg Nykkelmo
1993 Borovetz: Myriam Bédard
1995 Antholz: Anne Briand
1996 Ruhpolding: Olga Romasko
1997 Osrblie: Olga Romasko
1999 Kontiolahti: Martina Zellner
2000 Oslo: Liv Grete Poirée
2001 Pokljuka: Kati Wilhelm
2003 Chanty-Mansijsk: Sylvie Becaert
2004 Oberhof: Liv Grete Poirée
2005 Hochfilzen: Uschi Disl
2007 Antholz: Magdalena Neuner
2008 Östersund: Andrea Henkel

2009 Pyeongchang: Kati Wilhelm

 

Olympiasieger Herren:

1980: Frank Ullrich
1984: Eirik Kvalfoss
1988: Frank-Peter Roetsch
1992: Mark Kirchner
1994: Sergei Tschepikow
1998: Ole Einar Bjørndalen
2002: Ole Einar Bjørndalen
2006: Sven Fischer

2010: Vincent Jay

Olympiasieger Damen:

1992: Anfissa Reszowa
1994: Myriam Bédard
1998: Galina Kuklewa
2002: Kati Wilhelm
2006: Florence Baverel-Robert 

2010: Anastasia Kuzmina

 

 

(Olympiatitel verteidigt! Ole Einar Björndalen nach seinem 2. Olympiaerfolg; Quelle: http://images.beijing-2008.org)
(Nach Junioren Titeln jetzt auch bei den "großen" Magdalena Neuner bei der WM 2007; Quelle: http://cache.daylife.com/)

Wie ihr seht, werden die Listen der Weltmeister und Olympiasieger immer kürzer, wir nähern uns langsam dem 21. Jahrhundert.
Aber dennoch weiter und nicht müde werden, hebt noch Körner für die letzte Runde auf!

-III.4- Der Teamwettbewerb


Viel sagen kann ich nicht zu dieser Rennform und lange durchgehalten hat sie auch nicht! Nehmen wir sie also nur am Rande mit. Je vier Athleten pro Nation liefen Zeitgleich, ähnlich wie bei einem Patrullienlauf, beim Schießen wechselten sie sich ab und es gab insgesamt 4 Schießeinlagen. Die Distanz betrug 15 km. Olympisch war diese Disziplin nie, aber von 1989 bis 1998 wurden Weltmeisterschaften ausgetragen, so auch hier die Liste:

Weltmeister Herren:
1989 Feistritz: Sowjetunion (Juri Kaschkarow, Sergej Bulygin, Alexander Popow, Sergei Tschepikow)
1990 Oslo: DDR (Raik Dittrich, Mark Kirchner, Birk Anders, Frank Luck)
1991 Lahti: Italien (Hubert Leitgeb, Gottlieb Taschler, Simon Demetz, Wilfried Pallhuber)
1992 Nowosibirsk: GUS (Jewgeni Redkin, Anatoli Idanowitsch, Alexander Popow, Alexej Tropnikow)
1993 Borovetz: Deutschland (Fritz Fischer, Frank Luck, Steffen Hoos, Sven Fischer)
1994 Canmore: Italien (Pier Alberto Carrara, Hubert Leitgeb, Andreas Zingerle, Wilfried Pallhuber)
1995 Antholz: Norwegen (Frode Andresen, Dag Bjørndalen, Halvard Hanevold, Jon Åge Tyldum)
1996 Ruhpolding: Weißrussland (Petr Iwaschko, Oleg Ryschenkow, Alexander Popow, Wadim Saschurin)
1997 Osrblie: Weißrussland (Oleg Ryschenkow, Petr Iwaschko, Alexander Popow, Wadim Saschurin)
1998 Hochfilzen: Norwegen (Egil Gjelland, Sylfest Glimsdal, Halvard Hanevold, Ole Einar Bjørndalen)
Weltmeister Damen:

1989 Feistritz: Sowjetunion (Natalja Prikostschikowa, Swetlana Dawydowa, Luisa Tscherepanowa, Jelena Golowina)
1990 Oslo: Sowjetunion (Jelena Batsewitsch, Jelena Golowina, Swjatlana Paramyhina, Swetlana Dawydowa)
1991 Lahti: Sowjetunion (Jelena Belowa, Jelena Golowina, Swjatlana Paramyhina, Swetlana Dawydowa)
1992 Nowosibirsk: Deutschland (Petra Bauer, Petra Schaaf, Uschi Disl, Inga Kesper)
1993 Borovetz: Frankreich (Nathalie Beausire, Delphyne Burlet, Anne Briand, Corinne Niogret)
1994 Canmore: Weißrussland (Natalja Permjakova, Natalja Ryschenkova, Irina Kokujewa, Swjatlana Paramyhina)
1995 Antholz: Norwegen (Elin Kristiansen, Annette Sikveland, Gunn Margit Andreassen, Ann-Elen Skjelbreid)
1996 Ruhpolding: Deutschland (Katrin Apel, Simone Greiner-Petter-Memm, Uschi Disl, Petra Behle)
1997 Osrblie: Norwegen (Annette Sikveland, Ann-Elen Skjelbreid, Liv-Grete Skjelbreid, Gunn Margit Andreassen)
1998 Hochfilzen: Russland (Anna Sprung, Olga Romasko, Svetlana Ischmuratova, Albina Achatova)                            

 Unser nächster Zwischenstop erinnert etwas an die frühsten Anfäng des Biathlons, aber es wird kein Wild gejagt sondern nur der Sieg! Und geschossen wird wie gewohnt nur auf die Scheiben, also weiter nur Mut!

-III.5- Die Verfolgung


Die Verfolgung oder auch Jagdrennen genannt wurde 1997 zum ersten mal ausgetragen. Im Olympischen Programm ist es eins der jüngsten Biathlonkinder, den bisher wurden erst zwei Olympische Verfolgungsrennen ausgetragen, in Salt Lake City (2002) und in Turin (2006). Bei den Herren beträgt die Distanz 12,5 km und bei den Damen 10 km, geschossen wird 4 mal (liegend, liegend, stehend, stehend). Ein Verfolgungs Rennen ist immer an einen Sprint angeschlossen, so dass dieser, wenn noch ein Verfolger ausgetragen wird, eine doppelte Bedeutung und Wichtigkeit besitzt. Denn die Position und der Rückstand auf den Sieger im Sprint werden in der Verfolgung übernommen. Das heißt, dass der Sieger aus dem Sprint zuerst ins Rennen gehen darf, gefolgt vom zweiten usw. Wenn der zweit Platzierte aus dem Sprint also einen Rückstand von 10 Sekunden hatte, so darf er in der Verfolgung 10 Sekunden nach dem Sprintsieger das Rennen aufnehmen. Da die 60 besten Athleten aus dem Sprint startberechtigt sind und das Teilnehmerfeld oft eng zusammen liegt, kann es am Schießstand, vor allem beim ersten Anschlag etwas eng werden, da ja nur 30 Schießbahnen zur Verfügung stehen, wenn diese gefüllt sind, wer zuerst am Schießstand ist auf Bahn eins, der 2. auf 2 usw., müssen die nachfolgenden Athlethen warten, bis wieder eine Schießbahn frei ist, aber normalerweise kommt es nicht zu einem großen Stau. Auch für die Zuschauer ist es ohne viel Mühe leicht möglich zu verfolgen, wer auf welcher Position liegt und wie sich der ein oder andere Athlet im vergleich zum Start verbessert oder verschlechtert hat, da die Startnummern ja die Platzierung aus dem Sprint angeben. Es Gewinnt der, der als erster das Ziel erreicht, und wie im Sprint wird jeder Fehlschuss mit 150 extra Metern bestraft. Da das Verfolgungsrennen mit vier Schießeinlagen und 5 Laufrunden zu je 2,5 bzw. 2 km eher schießlastig ist, können gute Schützen einige Positionen gutmachen, es kommt nicht selten vor, dass sogar an die 20 Positionen gewonnen wurden, genauso leicht kann man bei schlechtem Schießen aber auch einige Plätze verlieren. Eine kurze Liste, aber genauso hart erarbeitete Siege:

 

Weltmeister Herren:

1997 Osrblie: Wiktor Maigurov
1998 Pokljuka: Wladimir Dratchov
1999 Kontiolahti: Ricco Groß
2000 Oslo: Frank Luck
2001 Pokljuka: Pavel Rostovzev
2003 Chanty-Mansijsk: Ricco Groß 2004 Oberhof: Ricco Groß               2005 Hochfilzen: Ole Einar Bjørndalen
2007 Antholz: Ole Einar Bjørndalen
2008 Östersund: Ole Einar Bjørndalen

2009 Pyeonchang: Ole Einar Björndalen

 

Weltmeister Damen:

1997 Osrblie: Magdalena Forsberg 1998 Pokljuka: Magdalena Forsberg
1999 Kontiolahti: Olena Zubrilova
2000 Oslo: Magdalena Forsberg
2001 Pokljuka: Liv Grete Poirée
2003 Chanty-Mansijsk: Sandrine Bailly    und Martina Glagow
2004 Oberhof: Liv Grete Poirée
2005 Hochfilzen: Uschi Disl
2007 Antholz: Magdalena Neuner
2008 Östersund: Andrea Henkel

2009 Pyeongchang: Helena Jonsson

Olympiasieger Herren:

2002: Ole Einar Björndalen
2006: Vincent Defrasne

2010: Björn Ferry

 

Olympiasieger Damen:

2002: Olga Pyleva
2006: Kati Wilhelm

2010: Magdalena Neuner

  

(Vincent Defrase schlägt den Titelverteidiger in Turin 2006; Quelle: http://newsimg.bbc.co.uk/)

(Kati Wilhelm nach ihren Siegeslauf bei den Spielen 2006; Quelle: www.dosb.de)

 

-III.6- Der Massenstart


Das wohl spannendste Rennen wurde 1999 eingeführt, der Massenstart, 2006 in Turin erstmals olympisch. Von Anfang an folgt der Massenstart besonders bei Großereignissen ganz eigenen Regeln, so das jeder Massenstart, obwohl die Vorraussetzungen immer gleich sind, eine neue Überraschung mit sich bringt. Wenn es so was wie die perfekte Disziplin im Biathlon gibt, so wird es wohl der Massenstart sein. Das Verhältnis von Distanz und Schießeinlagen ist nahezu perfekt gewählt, die zum Zeitpunkt des Rennens 30 besten Athleten des Weltcups treffen unter gleichen Bedingungen zusammen, das erste Schießen ist in fast allen Fällen ein parallel Schießen von 30 Athleten und die Spannung nimmt von Start bis Ziel nicht ab! Die Herren laufen 15, die Damen 12,5 km, alle Schießen vier mal (liegend, liegend, stehnd, stehend). Jeder Fehler wird mit einer Strafrunde bestraft und sowohl Athlet, als auch Zuschauer können leicht die aktuelle Rennposition verfolgen. Der Start erfolgt, wie es auch der Name schon sagt, Zeitgleich. Dabei Starten die Athleten aus drei Startreihen mit je 10 Läufern pro Reihe. Beim ersten Schießen geht jeder Athlet auf die Sießbahn, die dessen Startnummer entspricht, danach wird der Reihe nach aufgefüllt, der 1. auf 1 usw. Bei einer WM und den Olympischenspielen, sieht es mit der Startberechtigung etwas anders aus.
Startberechtigt sind:
1. alle Medaillengewinner der WM/OWG
2. die ersten 15 in der WC Wertung
3. der Titelverteidiger mit persöhnlichem Startrecht
4. die, die bei der WM/OWG die meisten Punkte gesammelt haben.
Es folgt die Liste der Massenstartweltmeister und Olympiasieger:
 

 

Weltmeister Herren:

1999 Oslo: Sven Fischer
2000 Oslo: Raphael Poiree
2001 Pokljuka: Raphael Poiree
2002 Oslo: Raphael Poiree
2003 Chanty-Mansiysk: Ole Einar Björndalen
2004 Oberhof: Raphael Poiree
2005 Hochfilzen: Ole Einar Björndalen
2007 Antholz: Michael Greis
2008 Östersund: Emil Hegle Svendsen

2009 Pyeongchang: Dominik Landertinger

 

Weltmeister Damen:

1999 Oslo: Olena Zubrilova
2000 Oslo: Liv Grete Poiree
2001 Pokljuka: Magdalena Forsberg
2002 Oslo: Olena Zubrilova
2003 Chanty-Mansiysk: Albina Achatova
2004 Oberhof: Liv Grete Poiree
2005 Hochfilzen: Gro Marit Istad - Kristiansen
2007 Antholz: Andrea Henkel
2008 Östersund: Magdalena Neuner

2009 Pyeongchang: Olga Zaitseva

 

Olympiasieger Herren:

2006: Michael Greis

2010: Ephgeny Ustiugov

 

Olympiasieger Damen:

2006: Anna Carin Olofsson

2010: Magdalena Neuner

 

 

(Die Olympiasieger auf einen Blick; Quellen: http://blog.x-bionic.com; http://images.beijing-2008.org)

Spannend und fesselnd ist er der Massenstart, das muss man schon zugeben, aber eine Disziplin haben wir noch, also weiter, dann ist ein weiterer großer Teil der Reise geschafft!

-III.7- Die Mixedstaffel


Das jüngste Kind der Biathlonfamilie hat bereits jetzt eine bewegte Kindheit hinter sich. 2005 wurde die Mixedstaffel eingeführt, die Regeln sind die gleichen, wie bei den reinen Herren bzw. Damen Staffeln auch, aber hier laufen zwei Herren und zwei Damen zusammen in einer Staffel. 2005 und 2006 wurden die Rennen auserhalb der "normalen" WM abgehalten, da 2005 kein Platz mehr in Terminkalender von Hochfilzen war und 2006 nur in der Mixedstaffel ein WM Rennen ausgetragen wurde. Die gemeinsamkeit in beiden Jahren, sowhl Herren als auch Damen mussten je 6 km laufen, aber 2005 liefen erst die beiden Damen und dann die beiden Herren und 2006 versuchte man es dann mal im wechsel (Dame, Herr, Dame, Herr). Doch mit der Verlegung in das WM Programm 2007 in Antholz kehrte man wieder zu der ursprünglichen Startreihenfolge zurück. Auch wurden die Distznzen etwas abgeändert, so dass die Herren jetzt 7,5 km laufen müssen. Eine letzte Änderung war, dass in den ersten beiden Jahren die besten 8 Nationen zwei Staffeln aufstellen konnten, dies wurde abgeschafft. Die Mixedstaffel ist vor allem für kleinere Biathlonnationen, die nicht in der lage sind vier gute Damen oder Herren aufzustellen, eine gute Chance sich in einem Staffelrennen zu bewähren. Wegen des sehr vollen WM Programms, hat sie es aber nicht so leicht und teilweise werden nicht die vermuteten Top Athleten aufgestellt um diese für die Einzelrennen und die "richtige" Staffel zu schohnen und ihnen ein bisschen Ruhe zu gönnen. 2008 wurde in Korea auch erstmals auserhalb der WM ein Mixedstaffelrennen im Rahmen des WC´s ausgetragen. Da diese Disziplin noch sehr jung ist, wurden noch keine olympischen Rennen ausgetragen, aber was ncht ist, kann ja noch werden.
Weltmeister gibt es aber natürlich:

2005 Chanty-Mansijsk: Russland I (Olga Pyleva, Svetlana Ischmouratova, Ivan Tscheresov, Nikolai Kruglov jr. )
2006 Pokljuka: Russland II (Anna Bogali-Titovez, Sergei Tschepikov, Irina Malgina, Nikolai Kruglov jr.)
2007 Antholz: Schweden (Helena Jonsson,Anna Carin Olofsson,Björn Ferry,Carl Johan Bergman)
2008 Östersund: Deutschland (Sabrina Buchholz,Magdalena Neuner,Andreas Birnbacher,Michael Greis)

2009 Pyeongchang: Frankreich (Marie Laure Brunet, Silvy Becaert, Vincent Defrasne, Simon Fourcade )

2010 Khanty-Mansijsk: Deutschland (Simone Hauswald, Magdalena Neuner, Simon Schempp, Arnd Peiffer)


 
(Geteilte Freude ist die beste Freude, das Schwedische Team nach dem Rennen mit dem zu Tränen gerührten Wolfgang Pichler; Quelle: www.biathlon-online.de)



Noch alle da? Jetzt, wo wir so einiges über die Entstehung und die Regeln und Disziplinen kennengelernt haben, ist es an der Zeit einige der Athleten, deren Namen wir soch häfiger gelesen haben, mal genauer zu bertachten. Also besuchen wir die Athleten, 18 Namen stehen auf unserer Besucherliste, also keine Zeit verlieren und los geht´s. Mal sehen wenn wir so alles treffen und näher kennen lernen!


-IV.1- Frank Luck


Frank Luck ist am 05. Dezember 1967 in Schmarkalden geboren. Bereits in frühen Kindheitsjahren began er mit dem Langlauf und wurde 1980 Biathlet. Bereits 8 Jahre später nahm er in Calgery erstmals an Olympischen Spielen teil und wurde im Sprint gleich 6. Vier Jahre später konnte er Krankheitsbedingt zwar nicht an den Spielen teilnehmen, doch war er 1994 und 1998 teil der Deutschengoldstaffeln. Neben den zwei Goldmedaillen gewann er noch 3 mal Silber (Einzel 1994/2002; Staffel 2002). Stetz war er ein zuverlässiger Staffelläufer, so ist es nicht verwunderlich, dass allein 9 seiner insgesamt 11 WM Goldmedaillen aus Staffel bzw. Manschaftsrennen stammen. In seinen 17 WC Jahren gewann Frank Luck 12 Rennen gewann 11 mal Gold, 5 mal Silber und 4 mal Bronze bei Weltmeisterschaften und führt mit dieser Bilanz die ewige Liste der Erfolgreichsten Biathleten und Biathletinnen bei Weltmeisterschaften an. Es war ausgerechnet sein letztes Rennen, mit dem er sich auf Platz 1 schob. Am Freitag dem 13. Februar 2004 beendete er nach der goldenen Staffel bei der WM in Oberhof seine Karriere. Es war der krönende Abschluß für 17 lange Weltcupjahre, vor Heimpublikum, in einem großartigen Rennen. Obwohl sich zuvor nicht alle einig waren, ob sein Einsatz in der Staffel die richtige Entscheidung des Bundestrainers Frank Ullrich war, waren sich nachher alle einig, dass es die richtige Wahl war. Als Startläufer brachte Frank Luck sein Team schon früh in Führung und machte seinen Trainer und jahrelangen Wegbegleiter glücklich. Nach einer berauschenden Siegerehrung vor großem Publikum, gab es einen kleinen, bewegenden Abschied. In der darauffolgenden Saison begann er damit als Co-Kommentator bei Eurosport zu arbeiten. Frank Luck war mit Andrea Fischer, der Schwester von Sven Fischer, verheiratet, mit der er zwei Kinder (Kristin und Madlen) hat. Derzeit ist er mit der Snowboardweltmeisterin Sandra Farmand liiert, sie bekamen im März 2007 eine Tochter.
 

(Ein paar große Biatjlonmomente von Frank Luck; Quellen: http://news.bbc.co.uk; http://www.freies-wort.de; http://www.steffen-und-peggy.de; http://sport.ard.de)

-IV.2- Uschi Disl


Am 15. November 1970 ist Uschi Disl in Bad Tölz geboren. Sie lebt mit dem Schweden Thomas Söderberg zusammen und bekamm am 15.01.2007 eine Tochter, Hannah Ursula. Die Bundespolizistin ist eine der ersten Athletinnen aus Deutschland mit Internationalem Erfolg und auch wenn sie den Gesamtweltcup nie ganz für sich entscheiden konnte, muss man sie zweifellos mit deutschen Biathlonerfolgen bei deutschen Damen in Verbindung bringen. Drei Jahre nach ihrem Wechsel vom Langlauf zum Biathlon 1986/1987 wurde sie bereits Junioren Weltmeisterin mit der Mannschaft und bereits einen Winter später lief sie im Weltcup mit und wurde gleich Gesamt 4. Ihren ersten WC Sieg feierte sie im Sprint von Les Saisies. Seitdem Biathlon auch für die Frauen olympisch ist, ist auch Uschi Disl dabei. 1992 gewann sie mit Staffel Silber auch gleich ihre erste Olympia Medaille. Auch bei den Olympiatiteln 1998 und 2002 gehörte sie natürlich zum deutschen Quartett. Überhaupt war sie bei Großereignissen eine sehr erfolgreiche Staffel und Mannschaftsläuferin. Auch wenn sie immer ihre liebe Mühe und Not mit dem Schießen hatte, konnte sie durch ihre enormen Laufleistungen, sie gab beim Laufen immer mit das Tempo an, 30 Siege einfahren. Als einen kleinen Tiefpunkt in ihrer Karriere könnte man die WM 2004 in Oberhof sehen. Krankheitsbedingt konnte sie schon nur in Massenstart an den Start gehen und dann war sie auch noch in den Massensturz in der Wolfsschlucht auf der ersten Rund verwickelt. Aber ein Jahr später in Hochfilzen wollte sie alles besser machen. 15 Jahre musste sie warten um endlich einmal ganz alleine auf der obersten Stufe des Podestes als Weltmeisterin zu stehen. Und als sie keine 24 Stunden nach ihrem WM Sprint erfolg auch noch das Verfolgungs Rennen gewann, war das Glück perfekt. Nach all den Erfolgen drohte sie in ihrer letzten Saison bei den Olympischenspielen leer auszugehen, doch im Massenstart hohlte sie sich dann mit Platz drei doch noch, wenn im Ziel auch müde und erschöpft, aber glücklich, ihre wohl verdiente Medaille. Gemeinsam mit Liv Grete Poiree beendete sie am 26. März 2006 am Holmenkollen in Oslo ihre Karriere. Mit einer kleinen Ehrenrunde auf einem Pferdeschlitten durchs Stadion und Platz 5 in der Gesamtwertung endete so eine große und lange Karriere. Nach dem sie ein Jahr Babypause machte fing sie in der Saison 2007/2008 an bei der ARD zu arbeiten (natürlich als Biathlonexpertin).

Uschi Disl bei den Olympischen Spielen in Nagano 1998; Rechte: dpa
(Ein paar Biathlonmomente von Uschi Disl; Quellen: http://sportard.de/http://upload.wikimedia.org/http://www.spiegel.de/;  )

Weil es gerade so schön ist, bleiben wir doch noch ein bisschen in Deutschland, bevor wir wieder Quer durch Europa reisen und besuch zuvor noch Ricco Groß und Sven Fischer um zu sehen, was bei ihnen so passiert ist. 

-IV.3- Ricco Groß


Ricco Groß wurde am 22. August 1970 in Bad Schlema im Erzgebirge geboren. Bereits mit 13 Jahren begann er mit dem Biathlonsport und 7 Jahre später wurde er Mitglied des Nationalteams. Auch er war vor allem immer mit der Staffel sehr erfolgreich. So wurde er insgesammt vier mal Olympiasieger mit der Staffel, 1992, 1994, 1998 und 2006. Sein zweiter Vorname aber war Verfolgungsmeister, den drei von seinem insgesamt 9 WC Siegen gewann er bei weltmeisterlichen Verfolgungsrennen, so gewann er nicht nur die Verfolgung 1999 und 2003, sondern verteidigte seinen Titel auch 2004 in jenem atemberaubenden Duell gegen Raphael Poiree. Sie machten es so spannend und freuten sich im Ziel gemeinsam über ihre Erfolge. Im März 2007 beendete Ricco Groß in Khanty- Mansijsk seine Karriere und arbeitet, wie Uschi Disl seit der Saison 2007/2008 bei der ARD. Er begann eine Trainerausbildung an der Spothochschule in Köln und betreut den Niederländer Herbert Cool in Ruhpolding. Seit 1994 ist er mit Katrin verheiratet und hat drei Söhne.

(Ein paar Biathlonmomente von Ricco Groß; Quellen: www.ricco-groß.de )

-IV.4- Sven Fischer


Sven Fischer wurde am 16. April 1971 in Schmalkalden geboren. Sein Markenzeichen sind die Handschuhe, denn egal bei welchen Temperaturen lief er OHNE Handschuhe. Zudem lief er immer mit dem so genannten Powergriff, d.h. er hält die Hände von obern auf die Stöcke, und nicht zu vergessen schoß er immer mit dem Unterspanner. Sven Fischer wurde vier mal Olympiasieger - 1994, 1998 und 2006 mit der Staffel- und krönte seine Karriere 2006 in Turin auch noch mit dem Olympiasieg im Sprint. Natülich war auch er Teil der großen Deutschen Staffel am 13. Februar 2004, seine Heim WM wird ihm aber sicher nicht nur deshalb in Erinnerung bleiben. Denn am Abend der Verfolgung wurde er zum ersten mal Vater. Seit beginn des Massenstarts ist er einer der Weltmeister. Nach dem Sieg über die 20 km bei der Wm 1999 wurde er 1999 auch der erste Massenstart Weltmeister. Mit dem Glockenschlag lief er an Ole Einar Björndalen vorbei hin zu Titel und seinem 2. WC Gesamtsieg nach 1997. 2005 hätte er beinahe zum Dritten mal den WC gewonnen, doch dann kam die Krankheit, er konnte das letzte Rennen der Saison nicht antreten und Ole Einar Björndalen sicherte sich vor ihm den Weltcupsieg. Anders als einige seiner Kollegen erklärte Sven Fischer erst nach der Saison seinen Rücktritt, nämlich am 7. Mai 2007. Die Zeit der "Hopp Fisch" rufe war vorbei, doch bereits in der darauffolgenden Saison begann er al Co- Kommentator für´s ZDF zu arbeiten. Oftmals lag er mit seinen Prognosen für das Rennen nicht sehr falsch und wurde somit zum "Orakel von Schmalkalden". Am 17.12.2007 bekam Töchterchen Emilia Sopfie ein Brüderchen Namens Johann Alfred und am 21. September 2007 heiratete er Doreen. Sven Fischer spricht fließend norwegisch und bekam 2003, wegen seiner Verdienste um die deutsch-norwegische Freundschaft den "Goldenen Lachs" verliehen. Den dazu gehörigen Preis von einer Tonne Lachs verteilte er an soziale Einrichtungen sowohl in Norwegen als auch in Deutschland. 

(Ein paar Biathlonmomente von Sven Fischer; Quellen: www.sven-fischer-fanpage.com; www.focus.de; www.oberhof.de )

Jetzt geht´s aber raus aus Deutschland in die weiten Skandinaviens, genauer nach Norwegen, über Ole Einar gibt es viel zu berichten. Also auf in den Norden.

-IV.5- Ole Einar Björndalen


Ole Einar Björndalen wurde am 27. Januar 1974 im norwegischen Drammen geboren. Er hat zwei Schwestern und zwei Brüder, Hans Anton und Dag, die ebenfalls Biathleten waren. Am 27. Mai 2006 heiratete er die Biathletin Nathalie Santer und wohnt offiziell in osttirolischen Obertilliach. Bereits mit 12 Jahren begann die Biathlonkarriere des Ole Einar Björndalen. Bereits 1992 lief er seine ersten internationalen Rennen bei der Junioren WM, jedoch mit wenig Erfolg. Ein Jahr später jedoch lief alles besser und er gewann drei der vier Titel. Diesen Erfolg hätte er ein Jahr später zwar wiederholen können, nahm er nach seiner ersten Weltcupsaison (1992/1993) doch lieber die Chance wahr bei den Olympischen Winterspielen in Lillehammer teilzunehmen. Doch auch hier war der Einstand nicht sehr Erfolgreich. Doch bei der WM 1995 in Antholz verpasste er nach Platz vier im Sprint nur knapp das Podest und wurde sogar im Gesamtweltcup vierter. Seinen ersten Sieg feierte Ole Einar Björndalen dann wieder ein Jahr später in Antholz. Es waren die 20 km und danach fingen die Erfolge langsam an sich zu häufen. 1998 gab es dann den Olympiatitel Nummer eins (Sprint von Nagano) und das erste WM Gold (Mannschaft). Oben drauf gab es dann auch noch den Gesamtweltcup. Auch wenn Ole Einar Björndalen seither zu den Stärksten Biathleten zählt konnte er in den drei folgenden Wintern nur Weltcup zweiter werden. Auch wenn er bis dahin schon 7 WM´s gelaufen war, hatte er noch kein Einzelgold gewonnen. Die Spiele von Salt Lake City, 2002, müssen wohl wie ein einziger Rausch des Norwegers gewesen sein. Am 11. Februar begann der Traum mit dem Titel über die 20 km und gleich zwei Tage später verteidigte er seinen Titel im Sprint. auch die am 16. Februar erstmals bei Olympischen spielen ausgetragene Verfolgung gewann er mit 43 Sekunden Vorsprung deutlich. Aber noch nicht genug als Schlussläufer des Norwegischen Quartetts lief er am 20. Februar zum vierten Gold und wurde so gerechtfertigt zum "König der Biathleten" und "König von Salt Lake City". Auch wenn sich Ole Einar Björndalen in hervorragender Form befand reichte es im Weltcup nur für Platz 3. Ein weiteres Jahr verging, und dann klappte es auch wieder mit dem Gesamtweltcup und auch bei der WM im sibirischen Chanty-Mansijsk lief es mit den Siegen und Björndalen nahm gleich zwei mal Gold mit nach Hause (Sprint, Massenstart). Auch 2003/2004 lief er eine starke Saison, doch es reichte nicht um Raphael Poiree zu schlagen, zu dem musste er einen schweren Schicksalsschlag verkraften. Während der Tage von Oberhof verstarb seine Mutter. Die Saison 2004/2005 sah jedoch wieder ganz anders aus. Er wurde vier mal Weltmeister in Hochfilzen, gewann im letzten Rennen noch knapp den Gesamtweltcup und war in keinem Rennen schlechter als 6. Und auch ein Jahr später hatte er am ende der Saison die meisten Punkte, auch wenn es in Turin nicht so lief, wie er es sich vorgestellt hatte. Kein Gold, auch wenn er in der Verfolgung so kurz vor dem Sieg stand. Ole Einar wagte in der Saison 2006/2007 auch wieder des öfteren den Ausflug zu den Spezialisten, auch wenn ihn das den erneuten Gewinn des Gesamtweltcups kostete. Bereits vor beginn der Saison gewann er sogar ein Langlaufrennen am 18. November 2006 im schwedischen Gällivare, was seine Leistungen noch weiter aufwertete. Björndalen jagdt schon seit Jahren dem perfekten Rennen hinterher und gilt als Perfektionist. Als hervorragender Skater lag ihm das laufen immer schon, aber das Schießen bereitete ihm früher die ein oder anderen Probleme, bis er vor der Saison 2004/2005 damit begann mit Joar Himle zusammen zu arbeiten, zusammen gelang es ihnen mit viel Trainig Björndalens Schießen zu perfektionieren, so dass er jetzt zu einem sehr sicheren und vor allem blitzschnellen Schützen geworden ist. Zudem ist Ole Einar ein großer Gleichgewichtskünstler, ob es daran lag, dass er schon in frühen Kindheitsjahren auf einm Seil zwischen zwei Apfelbäumen im elterlichen Garten balanciert ist, wer weiß. Auf jeden Fall kann er sich Problemlos auf einem Seil balancierend aus und wieder an ziehen, wie er im norwegischen Fehrnseh unter beweiß stellte. Außerdem ist Ole Einar für so manchen Spaß zu haben. So lief er beispielsweise im Verfolger von Hochfilzen (2006) mit übergezogener Badehose, da das Wetter in den vorangegangenen Tagen so gar nichts winterliches hatte. Die Ironie an dem ganzen, während der Verfolgung setzte Schneefall ein. Wie auch immer mit 82 WC Siegen, 81 im Biathlon und einem im Skilanglauf, ist Björndalen mit abstand der Biathlet mit den meisten Siegen und es ist durchaus möglich, dass er die 100 erreichen kann, also bebachten wir ihn weiter.

(Ein paar Biathlonmomente von Ole Einar Björndalen; Quellen: www.bjoerndalen.biathlon-obertilliach.comwww.olympia-statistik.dewww.fasterskier.comwww.sport.etv.ee/failid/5923.jpg)

Nach einem doch etwas längeren Aufenthalt in Norewgen ist unser nächstes Reiseziel nicht weit entfernt. Doch bevor wir nach Schweden gehen, lernen wir doch noch ein bischen Norwegisch. Wisst ihr was lommetörkle heißt? Es heißt Tachentuch, hat jemand eins? :) Wenn nicht auch nicht schlimm, das soll uns nicht an der Fortsetzung unserer Reise hindern! Also ab über die Grenze und unserer nächsten Gastgeberin.

-IV.6- Magdalena Forsberg


Am 25. Juli 1967 ist Magdalena Forsberg im schwedischen Örnsköldsvik geboren. 1996 heiratete sie Henrik Forsberg und sie haben mitlerweile zwei Kinder. Zwischen 1997 und 2002 dominierte sie den Weltcup, obwohl sie ihre Karriere zunächst als Langläuferin begann. Erst 1993 wechselte sie zum Biathlon und lieferte bereits 1995 ihr Weltcupdebüt. Schon 1996 gewann sie im Sprint der Weltmisterschaft mit Platz drei ihre erste WM Medaille. Dann ging alles ganz schnell und ein Jahr später war sie kaum noch aufzuhalten. Sowohl über 15 km alsauch im Verfolger hohlte sie den WM Titel. Somit wurde sie zur ersten Verfolgungsweltmeisterin überhaupt, vier weitere Titel folgten. Als gute Schützin und natürlich starke Läuferin, reichte ihr Erfolg jedoch nicht nur für 6 Weltmeistertitel, wenn es ihr auch nicht gelang einen Olympiatitel zu gewinnen, so gewann sie in Salt Lake City zumindest zwei mal Bronze. 42 WC Renenn gewann sie in ihrer Karriere und in der Gesamtweltcupwertung ließ sie sich von keiner was vormachen. 1996/1997 gewann sie die Große Kristallkugel zum ersten mal, und auch in der folgenden Wintern, bis zum Ende ihrer Karriere nahm sie die Kugel am ende der Saison mit nach Hause. Mit einer unglaublichen Serie von 6 WC Gesamtsiegen in folge wurde sie nicht nur mit dem Titel "Biathletin des 20. Jahrunderts" ausgezeichnet sondern machte sich auch zu Königin des Biathlons. Ob man bei so vielen Erfolgen noch von einer besonders Dominanten Saison reden kann, ist die Frage, aber wenn, dann war es wohl der Winter 2000/2001. 1021 Punkte zählte ihr Konto am ende der Saison, zustandegekommen dadurch, dass sie in 19 von 25 Rennen auf dem Podest stand und sogar 14 dieser Rennen gewann. Keiner hat mehr Siege in einer Saison erreicht wie sie, außerdem gewann sie gleich 8 Rennen in Folge. In anbetracht der vielen Siege scheint es schon fast selbstverständlich, dass sie auch alle Disziplinenwertungen gewann. Dies wiederholte sie auch in ihrer letzten Saison. Aber in dieser Saison zeigte sie auch, dass niemand unfehlbar ist. So gewann sie zum einen das Verfolgungsrennen von Hochfilzen mit unglaublichen 3,13 Minuten Vorsprung vor Olena Zubrilova und zum anderen schoß sie im Sprint von Oserblie beim stehen Schießen auf die falschen Scheiben. Da sie dies jedoch nicht bemerkte und daher auch keine Strafrunde lief, wäre sie eigendlich zweite gewesen, bekamm aber 10 Strafminuten und wurde 95. immerhin ließ sie noch eine Athletin hinter sich. Nach ihrer Karriere arbeitete sie als Biathlonexpertin bei der ARD, erklärte jedoch vor der Saison 2007/2008, dass sie aufhört, da sie ihr zweites Kind erwartet. Natürlich fieberte sie bei der WM in Antholz 2007 vor Ort mit, wie die Schweden Mixedstaffel Weltmeister wurden. Leider bekamm sie nie die Gelegenheit in einer Staffel zu laufen, denn sie war immer die einzige Frau, die Trainer Wolfgang Pichler im WC zur Verfügung hatte.

 

Noch alle da? Jetzt geht´s zurück nach Mitteleuropa. In Frankreich werden wir Raphael Poiree besuchen. Der besuch wird bestimmt etwas länger dauern, also machen wir uns am besten gleich auf den Weg, denn wir müssen noch das ein oder andere mal ein paar längere Reisen antreten. 

-IV.7- Raphael Poiree


Raphael wurde am 9. August 1974 im französischen Rives geboren. Bereits mit 18 Jahren (1992) wurde er ins französische Nationalteam aufgenommen. Selbst sagt er über sich, wenn er kein Biathlet geworden wäre, wäre er jetzt Kriminell, also gut für ihn und für den Sport. Seine ersten großen internationalen Erfolge feierte er bereits 1994 mit noch 19 Jahren bei der Junioren WM. Zwei Titel gewann er, bevor er 1995 sein Weltcupdebüt feierte und die Saison als Gesamt 17. abschloss. Das Raphael Poiree immer gerne in Ruhpolding gelaufen ist, ist verständlich, denn es war der Sprint in Ruhpolding am 8. Januar 1998, wo er zum ersten mal ganz ganz oben auf dem Podest stand. Etwas durcheinander war er nach diesem Sieg, doch das ist wieder eine ganz andere Geschichte. Nach seinem ersten WC Sieg klappe es auch direkt mit der ersten WM Medaille (die Verfolgung war 1998 noch nicht Olympisch, daher wurde eine WM ausgetragen), Bronze in der Verfolgung. Überhaupt die gesamte Saison verlief recht erfolgreich und so war er am ende WC 5. Knapp ein Jahr nach seinem ersten WC Sieg, am 13. Januar 1999, wieder in Ruhpolding, trafen sich zwei, die sich auf anhieb gut verstanden und bis zum Ende von Raphs Karriere die besten Freude waren. Zum ersten mal wurde ein Massenstartrenn im Weltcup ausgetragen, und der Sieger, wie man heute ganz leicht sagen kann, hieß natürlich Raphael Poiree. Nach dem er schon das erste Rennen dieser neuen Rennform gewonnen hat, hätte er natürlich auch gerne den ersten WM Titel gewonnen. Bis zum letzten Schießen sah auch alles noch gut aus, doch es sollte noch nicht so weit sein, den mit drei Strafrunden verlor er alle Chancen auf den Sieg. Doch ein Jahr später war es dann endlich so weit. Am 26. Februar 2000 wurde er nicht nur zum ersten mal Weltmeister. Zugleich war dieses Rennen eines seiner schönsten überhaupt. Nur wenige Stunden vor ihm gewann Liv Grete den Massenstart, und dann empfing sie ihn im Ziel. Drei Monate und einen Tag später (27. Mai 2000) heirateten die beiden. Hinzu kam sein erster Weltcupgesamtsieg. Der erste in einer Serie von dei Siegen. Neben dem WM Titel mit der Staffel 2001 gewann er bei den folgenden zwei Weltmeisterschaften zwei weitere Goldmedaillen. In welchem Rennen nur? Natürlich im Massenstart! Nach all dem Erfolg in den vorrangegangen drei Wintern lief die Saison 2002/2003 nicht so gut. Es gab lediglich eine Medaille bei der WM, Bronze wo selbstverständlich im Massenstart. Doch das seine Gedanken in dieser Saison vielleicht nicht immer nur bei den Rennen lagen ist verständlich, schließlich ist er am 27. Januar 2003 zum ersten mal Vater geworden. Den Titel "King of Massstart" hatte er schon längst, aber 2003/2004 machter "The flying Frenchman" seinem Namen alle Ehre. Ständig umgeben von seiner Frau Liv Grete und seiner kleinen Tochter Emma absolvierte er seine beste Saison. Dabei war der Massenstart in Antholz, das letzte Rennen vor der WM, nur der anfang. Mit über eineinhalb Minuten vorsprung erreicht eer den Schiessstand zum, letzten schiessen, was nach den fünf Treffern geschah ist bei allen die es gesehen haben wohl noch in guter Erinnerung. Er reckte seine Arme in den Himmel von Antholz und feierte schon vor der letzten Runde seinen Triumph, ein Bild, was man noch öfter zu sehen bekommen sollte. Mit Sprint-Gold, Verfolgungs-Silber und Einzel-Gold legte er vor, rettete dann mit einer hervorragenden Leistung Bronze für die Staffel, und dann..., dann kam der Massenstart! Es war ein erneuter Triuphzug des Franzosen, der am ende selbst kaum glauben konnte, dass er gleich drei Titel bei einer WM gewonnen hat. Vier Titel im Massenstart hat er nun schon gewonnen, und dabei sollte es auch bleiben, aber in dieser Saison gewann er noch viel mehr. Neben dem Gesamtweltcup dominierte er such sämtliche Einzeldisziplinen Weltungen und hatte am ende eine große und vier kleine Weltcupkugeln in der Hand. Der "König von Oberhof" konnte ein Jahr später in Hochfilzen aber nur zusehen, wie die Titel vergeben wurden. Seinen dauer Rivalen Ole EInar Björndalen konnte er einfach nicht bezwingen, einzig Bronze im Massenstart. Auch die Olympiasaison verlief nicht wie geplant und es gab wieder kein Gold. Jedoch sicherte er sich in einer Millimeter Entscheidung mit dem Schweden Carl Johann Bergman Staffel Bronze. Liv Grete trat nach der Saison zurück und seine letzte Saison verlangte viel von dem Franzosen. Auch wenn man sich gewünscht hätte, das Raphael noch ein bisschen länger dabei bleibt, war bereits in Hochfilzen zu sehen, das es keine leicht Saison für ihn werden würde. Man muss nur mal überlegen, 2004 hatte er ein für sich perfektes umfeld, und jetzt musste er den größten Teil der Saison ohne Frau und Kind verbringen, zudem stand die Geburt seines zweiten Kindes kurz bevor. Es war deutlich, dass ihm seine Familie fehlte, und am Schiessstand lag seine Konzentration nicht immer da wo sie hätte sein sollen. Anfang Januar ließ er sogar ein paar Rennen aus um bei der Geburt dabei sien zu können, aber an dem abend, an dem er in Ruhpolding ankam, kam dann auch Töchterchen Anna, 10. Januar 2007, zu Welt. Seine Form verbesserte sich auch bis zur WM in Antholz nicht, und auch in Sprint und Verfolgung lief es mehr schlecht als Recht. Aber der Ruhetag am Montag und ein wenig Zeit mit seiner Familie, vor allem der kleinen Anna, die er in Antholz zum ersten mal sah, wirkten wahre Wunder. Beim 20 km Rennen war er dann wieder ganz der alte und lief zu seinem 8. Weltmeistertitel, Silber im Sprint folgte und auch in seinem aller letzten WM Rennnen, dem Massenstart gab es Edelmetall. Mit Bronze kompletuirte er den Medaillensatz und meldete sich, auch wenn er bereits nach dem Einzel offiziel seinen Rücktritt verkündete, noch einmal zurück in der absoluten Weltelite des Biathlons. Anders als die meisten seiner Kollegen verbrauchte er die zwei WC freien Wochen zwischen WM und den letzten Weltcups nicht mit Training, sondern zu Hause bei Frau und Kindern. Ein letztes Kräfte tanken vor den letzten Rennen, dass dies genau die richtige Entscheidung war zeigten die Ergebnisse. Die vier nächsten Rennen gewann er deutlich und auch sein vorletztes Rennen brachte ihm einen Podestplatz. Auch wenn seine aussichten auf den Gesamtweltcup mehr als gut waren und er diesen in der derzeitigen Verfassung beinahe sicher noch hätte gewinnen können sollte am 11. März schluß sein, auch wenn danach noch eine WC-Sation anstand. Er hatte ein Versprechen zu halten, welches er seiner Tochter Emma gab. Nach Oslo ist schluss, und so war es auch. Alles was er sich von seinem letzten Rennen wünschte war ein denkwürdiges Rennen, an das man lange denken wird. Natürlich hätte er gerne als Sieger aufgehört, doch auch wenn Ole Einar Björndalen knapp gewann ließ sich Raphael feiern und durfte gemeinsam mit Björndalen zum König, was eigentlich nur den Siegern der Rennen vorbehalten ist. Aber es schloss sich ein Kreis. So richtig angefangen hatte alles 2000 in Oslo bei einem Massenstart und endete sieben glanzvolle Jahre später ebenfalls in Oslo bei einem Massenstart. Dass es vielleicht beinahe gar nicht so weit gekommen wäre, kaum auszudenken. Eigentlich wollte Raph 2002 Olympiasieger werden (bei allem was er gewonnen hat fehlt ihm nur das Olympische Gold), aber vielleicht ganz gut, dass das nicht geklappt hat, denn danach wollte er aufhören, und was wären die nachfolgenden Winter nur ohne ihn geworden. Doch auch nach seiner WC Karriere lief er noch so manches Renne - einmal Biathlet, immer Biathlet - , so nahm er beispielsweise noch an den Militärweltmeisterschaften teil, wo er 2007 den Titel gewann und 2008 bei den Langläufern mitlief und fünfter wurde (sogar vor dem Biathlet und Launglaufweltmeister von 2007, Lars Berger). Jedenfalls ist er mit 44 Weltcupsiegen und 103 Podestplätzen der Erfolgreichste Biathlet hinter Ole Einar Björndalen. Zukünftig wird er als Trainer für das norwegische Europacupteam arbeiten, so kreuzen sich die Wege von einstigen Konkurrenten auf die seltsamsten Arten. 

(Ein paar Biathlonmomente von Raphael Poiree; Quellen: www.biathlon-online.de; www.sport.ard.de; www.eurosport.frwww.tribuneindia.com)

Auch wenn unsere Reiseroute immer wieder leichte Umwege macht, geht es jetzt wieder nach Norwegen zurück. Also weiter!

-IV.8- Liv Grete Poiree


Liv Grete Poiree (Liv Grete Skjelbreid) wurde am 7. Juli 1974 in Bergen an der norwegischen Westküste geboren. Schon als kleines Kind stand sie auf Skiern und folgte ihren beiden älteren Swestern, Ann Elen und Linda, überall hin. Dazu spielte sie im Sommer Fußball, was für sie sogar noch bedeutender war als Biathlon. Sie trainierte immer viel, vor allem aus Spaß und um ihren Schwestern folgen zu können. Als Liv Grete begann das Sport Gymnasium in Trysil zu besuchen, wie ihre Schwestern, richtete sich ihr Focus immer mehr auf Biathlon. Doch je älter sie wurde und je mehr ihrer Freunde mit dem Sport aufhörten, unso mehr dachte auch sie ans aufhören. Und tatsächlich war sie kurz davor und wollte stattdessen Frisör werden, doch dann, zum glück kann man heute nur sagen, bekamm sie einen Anruf von einer neuen high school in Geilo, welche junge Sporttalente fördert. Nach einigen Überlegungen entschloss sie sich probeweise für ein Jahr dorthin zu gehen. Die Zeit in Geilo hat ihr neue Motivation gegeben und beeits dort lernte sie zwei ihre lang Jährigen Wegbegleiter kennen. Sie war zusammen mit Ole Einar Björndalen in der Klasse und ihr Lehrer war ihr späterer Trainer Odd Lirhus. 1992, mit 18 Jahren, wurde sie teil des norwegischen Juniorteams, doch es war nicht leicht sich in diesem Team auch zu halten, und so musste sie einige schwere Jahre überstehen, bis sie 1995 ins Norwegische Weltcupteam aufrückte und ihr erstes Weltcuprennen lief. Schon zwei Jahre später gewann sie bei der WM 1997 in Oserblie, unteranderem zusammen mit ihrer Schwester Ann Elen, Gold im Manschaftsrennen. Im gleichen Jahr wurde sie auch dreifache Norwegische Meisterin. Ein Jahr später gab es sogar gleich vier Titel bei den Norwegischenmeisterschaften und dazu ihr erster Olympiaeinsatz. Nach dem sie am 15 Januar beim Einzelrennen in Antholz zum ersten mal auf dem Podest stand, gewann sie als Teil der Norwegischen Damenstaffel in Nagano olympia Bronze. 1999 gewann sie in Oberhof dann auch ihr erstes Rennen und wurde in diesem Winter Weltcupgesamt 5. Es lief eigentlich alles gut, aber dann, wurde sie, nach dem sie etwas schlechtes gegessen hatte, krank. Zwar ging es ihr nach einigen Behandlungen und Antibiotika besser, doch das viele Training und die anstrengenden Rennen zu Saisonbeginn sorgten dafür, dass es im Dezember wieder schlimmer wurde. Aber dennoch lief sie weitere drei Weltcups und wollte auch gegen die Anweisungen des Norwegischen Teamarztes am Weltcup in Slovenien teilnehmen. Aber dort ging sie doch ins Krankenhaus und bekam zwei Nachrrichten, eine Gute und eine Schlechte. Die Gute, die Krankheit ist nicht tötlich, die Schlechte war, dass sie ihre Karriere wohl aufgeben werden muss. Hart getroffen kehrte sie, wenn auch etwas wiederwillig, nach Norwegen zurück und das ganze nur wenige Monate vor der Heim-WM am Holmenkollen. Es folgten schwere Wochen, denn es war hart all die Rennen im Fehrnseh sehen zu müssen und noch dazu vermisste sie Raphael, doch mitte Januar begann sie langsam wieder damit das Training aufzunehmen. Vor der WM lief sie dann auch noch drei WC Rennen, die Ergebnisse aber waren schrecklich, so dass niemand außer ihr selbst, wo sie merkte, dass ihr Körper wieder begann "normal zu funktionieren", erwartete viel von ihr. Aber das erste Rennen der WM, der Sprint hätte nicht besser verlaufen können 10 Treffer, Sieg. Ihr erster WM Einzeltitel und im Massenstart folgte dann gleich nochmal Gold. Am gleichen Tag gewann auch Raphael das Massenstartrennen und angesichts dessen und der gesamten Vorgeschichte ist verständlich, dass ihr dieser Massenstart und überhaup die WM 2000 in Oslo so viel bedeutet. Im kommenden Mai (27.Mai 2000) heiratete sie Raphael Poiree. In den beiden folgenden Wintern wurde sie jeweils zweite in der Gesamtwertung, dazu der komplette Medaillensatz bei der WM in Pokljuka (2001) und Silber mit der Staffel bei den Olympischen Spielen 2002. Zu dem war sie die erste Norwegische Frau überhaupt, die im Biathlon eine Einzel Olympiamedaille gewann, als sie in Salt Lake City mit Platz zwei nur knapp der Sieg über die 15 km verpasste. In der Saison 2002/2003 nahm sie an keinem Rennen teil, da sie am 27. Januar 2003 ihre erste Tochter (Emma) bekam. Es folgte eine unglaubliche Saison, die beste die sie je gelaufen ist. Sie dominierte den Gesamtweltcup deutlich und war die "Königin", ja sogar "Kaiserin von Oberhof. Sprint Gold, Verfolgung Gold, Staffel Gold, Massenstart Gold. Vier von fünf möglichen Titeln gewann sie vor allem durch ihre überragenden Laufleistungen. Besonders deutlich wurde ihr enormes Läuferisches vermögen im 15 km Rennen. Fünf Strafminuten und dennoch Platz acht, mit nur einem Treffer mehr hätte sie erneut auf dem Podium stehen können. Doch die Krankheit ihrer Tochter im Januar 2005 und eine eigene Krankheit warfen sie wieder zurück und so beendete sie nach Platz 35 im Sprint bei der WM in Hochfilzen vorzeitig die Saison. Auch in ihrer letzten Saison 2005/2006 lief es nicht mehr so richtig und so beendete sie als WC 12. die Saison nach einem beeindruckenden Massenstartrennen, dass innerhalb von einem Rennen so zu sagen ihre gesammte Karriere zusammenfaste, in Oslo am Holmenkollen ihre Karriere und ein kleiner Kreis hat sich geschlossen. Am 10. Januar 2007 bekam sie eine zweite Tochter, Anna.

(Ein paar Biathlonmomente von Liv Grete Poiree; Quellen: www.home.online.no; www.wikipedia.de)

Noch alle da? Beschwert euch jetzt aber nicht bei mir, ich hab die Reiseroute nicht geplant (naja, eigentlich schon) aber es geht jetzt wierder zurück nach Deutschland.

-IV.9- Martina Glagow


Martina Glagow wurde am 21. September 1979 im deutschen Garmisch-Partenkirchen geboren und wohnt heute in Mittenwald (Oberbayern). Bereits im 4. Schuljahr nahm Martina an einem Schullanglaufrennen teil. Dort wurde sie auch für Biathlon entdeckt. Danach besuchte sie das Gymnasium der St.-Irmengard-Schule in ihrem Gebutsort. Schon sechs Jahre spöter gehörte sie zum C-Kader des DSV. Im August des gleichen Jahres begann sie die Sportschule des Bundesgrenzschutzes in Bad Endorf zu besuchen, um dem Sport nach gehen zu können. Nach vier Jahren bestand sie die Abschlussprüfung zur Polizeimeisterin. Bevor sie im Weltcup so richtig zuschlug wurde sie viermal Juniorenweltmeisterin, bevor sich 2001 Silber im WM Massenstart gewann. Zwei Weltcupjahre weiter und Martina Glagow wurde Weltmeisterin im sibirischen Chanty-Mansijsk. Zeitgleich mit Sandrine Bailly gewann sie die Verfolgung in ihrem bisher erfolgreichten Winter. Denn neben dem WM Titel gewann sie als erste Deutsche überhaupt den Gesamtweltcup und dazu noch den Verfolgungsweltcup. Auch bei der Weltmeisterschaft 2004 war sie äuserst erfolgreich und neben Staffel Silber gab es Silber in der Verfolgung und am Vortag Bronze im Sprint, mal wieder Zeitgleich. Anders lief dies aber bei der Weltmeisterschaft 2005 im österreichischen Hochfilzen, wo sie Krankheitsbedingt nicht an den start gehen konnte. Für sie rückte ihre gute Freundin Andrea Henkel ins WM Team und sicherte sich überraschend den Titel im Einzel, was bei aller wehmut nicht selbst antreten zu können auch Martina freute. Aber in Turin war sie gesund und verpasste dreimal nur knapp den Olympiatitel. Sie gewann Silber in Einzel, Verfolgung und mit der Deutschen Damenstaffel. In Antholz gab es dann auch einmal den kompletten Medaillensatz mit Gold in der Staffel, Silber im Massenstart und Bronze über die 15 km. Immer wieder profitiert sie von ihrem sicheren Schießen, daher ist sie auch besonders in den Rennen mit vier Schießeinlagen als Favoritin zu sehen. So auch in Östersund bei der WM 2008, wo sie erneut Silber über die 15 km gewann. Außerdem verteidigte sie als Startläuferin der deutschen Damenstaffel den Titel aus Antholz. Besonders der anfang der Saison 2007/2008 verlief mit zwei Siegen und Platz drei äußerst erfolgreich.

(Ein paar Biathlonmomente von Martina Glagow; Quellen: www.tagesspiegel.de; www.martina-glagow.de)

-IV.10- Sandrine Bailly


Sandrine Bailly wurde am 25. November 1979 in der kleinen französischen Gemeinde Belley geboren. Schon mit 15 Jahren begann sie mit dem Biathlon, nachdem sie zuvor schon Langlauf betrieben hatte. Im April 2000 (mit 20 Jahren) bestritt sie ihr erstes Weltcuprennen im finnischen Lathi. Schon ein Jahr später überraschte sie alle mit ihrem ersten Weltcupsieg im Einzelrennen von Antholz. Dieses Rennen war erst das dritte ihrer noch jungen Karriere. Bis jetzt folgten 19 weitere. Einer davon war der Weltmeistertitel 2003 in der Verfolgung. Es war ein Rennen, das man sich nicht enger hätte vorstellen können. Es ging zwischen ihr und Martina Glagow um Millimeter, wenn überhaupt. Zuerst wurde Sandrine als 2. Platzierte geführt, aber schließlich entschloss sich die IBU dafür erstmal in der Biathlon WM Geschichte zwei Goldmedaillen zu vergeben. Noch heute erinnern sich beide gerne an dieses Rennen. Schon sechs Tage später gab es mit Bronze im Massenstart die nächste WM Medaille. Es war erst ihre dritte WC Saison und schon war sie 6. in der Gesamtweltcupwertung. Ihre beste Saison lief sie 2004/2005. Sie gewann 6 Rennen, darunter alle drei Rennen in Pokljuka kurz vor der WM in Hochfilzen. Als Top Favoritin zur WM angereist ging sie jedoch leer aus, dreimal verfehlte sie mit Platz vier das Podium nur denkbar knapp. Aber dies konnte sie nicht daran hindern in dieser Saison den Gesamtweltcup zu Gewinnen. In den Einzelrennen von Turin verlief es auch nicht so gut, aber als Schlussläuferin des französischen Quartetts gewann sie mit Bronze ihre erste Olympiamedaille und ließ sich von ihren Teamkolleginnen feiern. Kurz vor beginn der Saison 2007/2008 brach sie sich die Hand, war aber pünktlich zu Weltcupbeginn wieder fit und gewann in Hochfilzen nach dem Sprint auch die Verfolgung. Auch bei der WM in Östersund lief es ähnlich wie in Turin. Nach Platz zwei in der Mixedstaffel von Antholz (WM 2007) gab es in Schweden Bronze in der Damenstaffel, nachdem sie auf der Schlussrunde noch die starke Russin Ekaterina Iourieva überhohlte. Sie scheint knappe Entscheidungen zu lieben. Auch der Gesamtweltcup entschied sich knapp. Als Führende Reiste sie nach Olso an, am Ende blieb Platz zwei.

 

Und wieder geht´s nach Skandinavien, also weiter!

-IV.11- Anna Carin Olofsson


Anna Carin Olofsson, mit vollem Namen Anna Carin Helena Cecilia Olofsson, ist am 1. Aprin 1973 im schwedischen Sveg geboren. Ursprünglich war sie als Langläuferin unterwegs, bis sie 2003 zum Biathlon wechselte. Unter ihrem Trainer Wolfgang Pichler lernte sie schnell auch mit der Waffe umzugehen und konnte sich sehr schnell in der Weltspitze etablieren. Schon 2005 konnte sie bei der Weltmeisterschaft in Hochfilzen ihre erste WM Medaille gewinnen. Nachdem sie schon vor der WM beim WC in Antholz ihren ersten Podestplatz feiern konnte, gewann sie Silber im Massenstart. Im Gesamtweltcup gab es dafür Platz 10. Die folgende Saison brachte dann auch die ersten Siege mit sich und nach Silber im olympischen Sprintrennen von Turin folgte ihr wohl größter Erfolg. Anna Carin wurde am 25. Februar 2006 zur ersten Massenstartolympiasiegerin. Dieser Sieg war auch der erste einer Schwedin bei Olympischen Spielen im Biathlon. Auserdem wurde sie in dem heißumkämpften Gesamtweltcup 2. Auch die folgende Saison und die zugehörigen Weltmeisterschaften in Antholz verliefen äußerst erfolgreich. Silber im Sprint und Bronze in der Verfolgung. Dazu war sie die Startläuferinn der Schwedischen Mixedstaffel, welche deutlich zum Titel lief. "ACO" wurde in diesem Winter Gesamtweltcup 3. Eigentlich die besten Vorrausstzungen für die Heim-WM in Östersund, aber am 19. Januar, während der Weltcups in Antholz, gab sie bekannt, dass sie bereits im vierten Monat schwanger sei. Dennoch nahm sie an der WM Teil, wenn auch mit mäßigem Erfolg. Sie ist eine der stärksten Läuferinnen im gesamten Feld, aber nei der Wm in Östersund hatte sie auch einige Probleme mit dem Schießen, da sie ihren Liegendanschlag aufgrund der Schwangerschaft umstellen musste. Am 3. Mai 2008 heiratete sie den Kanadier Tom Zidek in Kanada. Die Gäste erreichten die Feier mit Hubschrauber und per Ski. Im Juli erwarten sie die Geburt ihres Kindes. Danach will Anna Carin Olofsson sich auf die Olympischenspiele 2010 im kanadischen Vancouver vorbereiten.

(Ein paar Biathlonmomente von Anna Carin Olofsson; Quellen: www.acolofsson.com; www.img.aftonbladet.se )

-IV.12- Linda Grubben


Linda Grubben wurde am 13. September 1997 in Stavanger geboren. Vor ihrer Hochzeit am 5. August 2006 mit dem ehemaligen norwegischen Nationaltrainer Roger Grubben war sie bereits unter dem Namen Linda Tjörhom eine feste Biathlongröße in Norwegen. Ihre erste große internationale Medaille gewann sie 2002 bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City. Es war Silber in der Staffel. Aufgrund ihrer Flugangst nahm Linda 2003 nicht an der WM teil. In der Saison 2003/2004 erzielte Linda zwei große Erfolge. Am 25. Januar 2004 beim Massenstart in Antholz, dem letzten Rennen vor der WM, gewann sie ihr erstes Weltcuprennen. Schon wenige Wochen später gewann sie mit der norwegischen Damenstaffel ihr erstes WM Gold. Erstmals stand sie im Einzel 2005 allein auf einem WM Podest, als sie Bronze gewann. In der Olympiasaison 2006 gab es lediglich Silber in der Mixed WM, bei den Spielen in Turin ging sie jedoch leer aus. Es folgte 2006/2007 ihre beste und letzte Saison. In Antholz, da wo sie ihr erstes Rennen gewinnen konnte, überschlugen sich die Ereignisse förmlich. Zuerst gab es Silber in der Verfolgung, und kurz darauf feierte sie ihren größten Einzeltriuph, als Weltmeisterin über die 15 km, einem Titel, welchen sich die "Superschützin" aus Norwegen, die vor allem zu Saisonbeginn großartige Laufzeiten präsentierte, mit 20 Treffern sichern konnte. Und dann kam der 11. Februar 2007. Erst sicherte sie als Schlussläuferin Bronze für Norwegen und nur wenige Stunden später verkündete sie völlig überraschend ihren sofortigen Rücktritt nach Ende der WM. Es waren nicht nur ihre Fans sondern auch ihre Gegnerinnen aus dem Weltcup traurig über ihr Karriereende, vor allem wo es gerade so gut für sie lief. So lief sie nur noch den Massenstart, wurde am Ende 6. im Gesamtweltcup und war somit beste Norwegerin der Saison. Ein Hauptgrund für ihren Rücktritt war der Reisestress, der sich vor allem in den folgenden Jahren noch erhöhte und erhöhen wird. Am 3. Dezember 2006 brachte sie ihr erstes Kind, Lisa, zur Welt.

(Ein paar Biathlonmomente von Linda Grubben; Quellen: www.statkraft.comwww.wikipedia.de; www.montagna.tv)

Jetzt geht´s noch weiter hin und her und wir werden nun die "jungen" Athleten treffen, von denen wir noch lange und viel sehen undhören werden, weiter, weiter.

-IV.13- Magdalena Neuner


Magdalena Neuner ist am 9.Februar 1987 in Garmisch-Partenkirchen geboren. Schon als neun - jährige begann Lena mit Biathlon, wo sie schon früh ihr Talent bei Schülerwettbewerben unter beweis stellte. Bereits in Jungen Jahren machte sie auch international auf sich aufmerksam. Von 2003 bis 2005 sicherte sie sich 5 Juniorenweltmeistertitel. Danach folgten ein paar Rennen im Europacup bis sie am 13. Januar 2006 in Ruhpolding, mit gerade 18 Jahren, erstmals im Weltcup eingesetzt wurde. Sie startete mit einem 41. Platz in ihre Weltcupkarriere, und schon knapp 2 Monate später, am 16. März 2006, im Sprint von Kontiolathi verpasste sie das Podest als vierte nur knapp. Spätestens danach war deutlich, dass von ihr noch mehr zu erwarten sein wird. Bereits in ihrer zweiten Saison war sie ein fester Bestandteil des deutschen Teams und gab die Laufzeiten für das gesammte Weltcupfeld an. Der erste Sieg war schon zu beginn der Saison nur noch eine Frage der Zeit und am 05. Januar 2007 war es so weit. Obwohl sie zwei Scheiben verfehlte, gewann Magdalena Neuner das Sprintrennen von Oberhof. Doch das war noch nicht genug und bei der WM im italienischen Antholz setzte sie gleich noch eins drauf. Sie kam aus dem feiern wohl gar nocht mehr heraus. Bei ihrem ersten WM Rennen, dem Sprint am 3. Februar gewann sie ihr zweites Rennen und wurde mit 19 Jahren Weltmeisterin. Es vergingen nicht einmal 24 Stunden und Magdalena Neuner war Doppelweltmeisterin, nachdem sie auch in der Verfolgung triuphierte. Fünf Tage später ihr 20. Geburtstag und kurz danach auch noch Gold mit der Staffel. Als jüngste dreifach Weltmeisterin der Geschichte krönte sie sich zu "Königin von Antholz". Bei den folgenden WC folgten vier weitere Siege. Sechs Saisonsiege in der ersten richtigen Saison, Sportlerin des Jahres 2007, Juniorsportlerin des Jahres 2007 und dazu erhielt sie noch den Goldenen Ski 2007 vom DSV. Schnell sammelte sich eine große Fangemeinde und sogar in Russland gibt es einen Magdalena Neuner Fanclub. Hoch waren die Erwartungen, die man in der folgenden Saison an sie stellte. Nachdem es bei den ersten Rennen nicht so gut lief, war es wieder Oberhof, und der erste Saisonsieg im Massenstart. Kurz vor der WM in Östersund nahm sie noch schnell ihre letzten Junioren WM Rennen mit und dominierte sowohl Sprint als auch Verfolgung deutlich und Ruhpolding brachte zwei weitere Goldmedaillen. Ihre schwäche immer wieder das stehenschießen, so auch in den ersten beiden WM Rennen in Östersund. Doch in der Mixedstaffel gab es dann auch wieder Gold, genauso in der Staffel und dem Massenstart. Als nun mehr sechs malige Weltmeisterin kämpfte sie zudem im letzten Saisonrennen, dem Massenstart in Oslo, in einem sehr knappen Duell mit Sandrine Bailly um den Sieg im Gesamtweltcup. Nach dem Rennen war sie dann die jüngste Weltcup gesamt Siegerin der Geschichte.

Magdalena Neuner; Rechte: dpa
(Ein paar Biathlonmomente von Magdalena Neuner; Quellen: www.sport.ard.de)

-IV.14- Maxim Tchoudov


Maxim Tchoudov, mit vollständigem Namen Maxim Alexandrovitsch Tchoudov, wurde am 12. November 1982 in Baschkortostan geboren. Mit 16 Jahren wechselte der Russe vom Langlauf zum Biathlon und fand seinen ersten internationalen Einsatz bei der Junioren WM 2002, wo er bereits zweiter in der Verfolgung wurde, bevor er Junioreneuropameister im Einzel wurde, auch ein Jahr danauch sammelte er Gold und Bronze, sowohl bei Juniorenweltmeisterschaften, alsauch bei Junioreneuropameisterschaften. In den beiden darauffolgenden Wintern wurde er im Europacup eingesetzt bevor er 2005 nach zwei Siegen erstmals an einem Weltcuprennen teilnehmen durfte. Und schon am ende der Saison stand er als zweiter erstmals bei einem Weltcup auf dem Podest. Seither ist er ein fester bestandteil des Russischen Teams. Nach einigen Zweiten Plätzen vor der WM in Antholz 2007, gewann er in der Verfolgung seine erste WM Medaille. Aber der erste Sieg ließ noch ein wenig auf sich warten. Doch am ende der Saison, beim vorletzten Saisonrennen in Chanty-Mansijsk war es dann so weit und Maxim stand erstmals ganz oben auf dem Podest. 2007/2008 war eine etwas durchwachsene Saison mit nur sechs Podestplätzen. Vor allem das Schießen machte ihm das ein oder andere mal einen dicken Strich durch die Rechnung. Auf der anderen Seite hingegen war er in der Loipe oftmals überragend und nicht zu schlagen. Auf den Punkt Top fit aber war er bei der WM. Seinen ersten Titel gewann er gleich zum Auftackt im Sprint und ließ am nächsten Tag Silber in der Verfolgung folgen. Auch in der Staffel gab es Gold und dazu noch Bronze im Massenstart. Mit diesen Ergebnissen war der Doppelweltmeister der erfolgreichste Athlet dieser WM. Danach jedoch fand seine Saison ein apruptes Ende. Zwar trat er die Reise in koreanische Pyeong Chang noch an, aber nach dem Sprint war schluss mit der Saison. Platz 33 im Sprint und einer Erkältung beendete er vorzeitig die Saison.

(Ein paar Biathlonmomente von Maxim Tchodov; Quellen: www.daylife.com; www.kicker.de; www.biathlon-online.de)

-IV.15- Emil Hegle Svendsen


Emil Hegle Svendsen ist am 12. Juli 1985 im norwegischen Trondheim geboren. Bereits mit 19 Jahren gewann er seinen ersten internationalen Titel bei der Junioren WM im französischen Haute-Maurienne. Dort wurde er Verfolgungsweltmeister bei den Jugendlichen und lief mit der Norwegischen Juniorenstaffel zum Titel. Auch 2005 gewann er zwei Junioren Titel, im Einzel und im Sprint, bei der Junioren WM in Kontiolathi. Bereits eine Saison später lieferte er sein Weltcupdebüt mit 12 Rennen in der Saison. Bereits in seinem ersten Weltcupjahr hat er den Absprung von den Junioen in den WC geschfft und belegte 3 mal den 5. Platz. So durfte er auch schon sien erstes Olympiarennen laufen, denn die Trainer nominierten ihn für den Massenstart. So feierten Svendsen und der Massenstart ihr Olympiadebüt gemeinsam und Emil konnte sich über einen überraschenden 6. Platz freuen. In der darauffolgenden Saison belegte er seine ersten Podestplätze und gewann in der Mixedstaffel seine erste WM Medaille. In der Saison 2007/2008 lief er seine bisher beste Saison. Begonnen hat dies mit seinem ersten Weltcupsieg am 13. Dezember in Pokljuka. Dort gewann er die 20 km. Wenige Monate später gewann er dann auch den Weltmeistertitel über die 20 km in Östersund. Dabei unterbot er scheinbar spielend die Zeiten aller anderen und konnte sogar Ole Einar Björndalen , der in sponsort und unterstütz, auf Ditanz halten. Nach dem er auch in der Norwegischen Staffel zum Einsatz kam und Silber gewann, wurde er zum fünften Weltmeister in der Massenstart-WM Geschichte. Mit sechs Saisonsiegen und als Doppelweltmeister belegte er zu dem den dritten Platz in der Gesamtweltcupwertung. Auch Platz zwei wäre noch möglich gewesen, doch aus Gesundheitlichen Gründen lies er das abschließende Massenstartrennen, wie auch Landsmann Ole Einar Björndalen, aus. Nach dieser Saison kann man durchaus sagen, dass er sich den Namen, den er sich selber auf siener Internetseite gibt, "Emil Hegle super Svendsen", auch wirklich verdient hat. 

Temporary name, please change.antholz.jpg 4
(Ein paar Biathlonmomente von Emil Hegle Svendsen; Quellen: www.supersvendsen.com; www.eurosport.com)

-IV.16- Helena Jonsson


Helena Jonsson ist am 6. September 1984 im schwedischen Helgum in der Gemeinde Sollefteå geboren. Ihr erstes Weltcuprennen lief sie 2005 in Östersund. Als teil der schwedischen Staffel belegte sie am Ende Platz 15. Beim nachfolgenden Weltcup in Hochfilzen bestritt sie auch ihr erstes Einzelrennen. Bei der Mixedstaffel WM in Pokljuka kam sie zu ihrem ersten WM Einsatz und wurde 6. Ein Jahr nach dem sie bei ihrem ersten Einzel WC in Hochfilzen startete, belegte sie über die 15 km Platz 4, ihre bis dahin beste Platzierung. Diese konnte sie auch im Sprint bei der WM in Antholz bestätigen. Der größte Erfolg bei dieser WM war jedoch der Sieg mit der Mixedstaffel, wo sie nach Anna Carin Olofsson als zweite Schwedin ins Rennen ging. Den aufwärts Trend dieser Saison krönte sie im letzten Rennen der Saison, dem Massenstart im sibirischen Khanty-Mansijsk. Mit 20 Treffern setzte sie sich gegen das startke Feld durch. Wegen des heißen Kampfes um den Gesamtweltcup ging ihr Sieg jedoch leider etwas unter. Bei ihrer Heimweltmeisterschaft 2008 in Östersund lief es jedoch nicht nach Plan und weder in Einzel- noch in Mixedstaffelrennen konnte sie eine Medaille gewinnen. Jedoch konnte sie einige Top ten Platzierungen in der Saison einlaufen.

 

-IV.17-  Simon Fourcade


Simon Fourcade wurde am 25. April 1984 im französischen Perpignan geboren. Am liebsten läuft er in Hochfilzen, Oberhof und Oslo, doch dass er Biathlet werden würde entschied sich erst später. Judo, Snowboard, Eishockey, alles probierte er aus, bis er mit 11 Jahren zum ersten mal auf Skiern stand, also 1995. Nach drei Jahren (mit 14) fand er dann den Weg zum Biathlon und wurde bereits weitere drei Jahre später, als 17-jähriger teil des Nationalteams. Die ersten großen Erfolge haben nicht lange auf sich warten lassen und so gab es 2003 den Ersten Juniorentitel im Einzel, nachdem er schon 2002 Junioren WM Silber im Sprint gewann. 2004 und 2005 kamen nochmal drei Junioren Titel inzu. Mit 19 Jahren wurde er 2004 in Oslo auch erstmals im Weltcup eingesetzt. Mit Platz 54 im Sprint schaffte er knapp die Qualifikation für die Verfolgung und lief dann auf 27 vor. So stellte er schon früh unter Beweis, dass er sich im Weltcupfeld behaupten kann. Im Staffelrennen beim Olypiatest 2005 in San Sicario lief er ein sehr gutes Rennen und belegte als dritter Läufer der Staffel Platz vier. Schon 2006 lief er auch sein erstes Olympiarennen. Im Einzel kam er zum Einsatz und erreichte Platz 31. Ein Jahr später in Antholz lief er seine erste Weltmeisterschaft und wieder zeigte er seine Qualitäten in einem Verfolgungsrennen. Nach Plätzen jenseits der 20 lieferte er in Einzel und Massenstart mit zwei achten Plätzen seine bis dahin besten Rennen. Am 1. März 2007 legte er im Einzel von Lathi nochmal eind drauf. Nach dem letzten Schießen war er noch in Führung, verlor jedoch auf der letzten Runde gegen Raphael Poiree und wurde zweiter. Als Weltcup 17. beendete Simon die Saison 2007/2008. Insgesamt sechs mal lief er unter die top 10, zwei mal davon bei der Weltmeisterschaft in Östersund. Zuerst gab es Platz 6. in der Verfolgung und kurz danach folgte im Einzel Platz vier. Verwickelt in viele spannende Rennen, verlor er immer auf der Schlussrunde. Laufleistung und Schießleistung stimmen, aber es ist die letzte Runde, auf der er immer wieder Zeit verliert, dennoch ist er schon jetzt ein fester Bestandteil des Französischen Teams.

(Ein paar Biathlonmomente von Simon Fourcade; Quellen: www.daylife.com; www.flickr.com;  )

Unsere kleine Besuchsreise ist nun fast zu ende, doch einmal geht es noch nach Russland. Also keine Zeit verlieren und weiter!

-IV.18- Svetlana Sleptsova


Svetlana Sleptsova, mit vollem Namen Svetlana Jurjewna Sleptsova, wurde am 31. Juli 1986 in Chanty-Mansijsk geboren. In Chanty-Mansijsik zu Hause fand sie die perfekten Vorraussetzungen für eine Biathlonkarriere und bereits mit 18 Jahren trat sie beu den Juniorenweltmeisterschaften 2004 im französischen Haute-Maurienne erstmals international in Erscheinung. Ihr bestes Ergebnis war der vierte Platz mit der Staffel. Bereits ein Jahr später nahm sie dann den kompletten Medaillensatz mit nach Hause. Gold im Einzel, Silber in der Verfolgung und Bronze mit der Staffel. 2006/2007 wurde sie erstmals im Europacup eingesetzt und lief nach Platz 9 im Sprint in der Verfolgung auf Platz 2 vor. In Pokljuka wurde sie dann auch erstmals im Weltcup eingesetzt und wurde 35. im Sprint. Die großen Erfolge in dieser Saison feierte sie jedoch in den Junioren Rennen, so wurde sie doppel Weltmeisterin und doppel Europameisterin. Ihre ersten Weltcuppunkte sammelte sie im Verfolger von Lathi mit Platz 20. In der darauffolgenden Saison gehörte sie bereits zum russischen Nationalkader. Zu begin lief es eher durchwachsen, doch die ersten Podestsiege folgten und auch ihr erster Sieg war nur noch eine Frage der Zeit. Schade nur, dass sie im Sprint von Ruhpolding eigentlich zweite war und dieser zweite Platz erst nachträglich, wegen der positiv getesteten Siegerin Kaisa Varis (Doping), als Sieg gewertet wurde. Mit weiteren Podestplätzen in Antholz waren ihre aussichten auch für die WM nicht schlecht, doch Krankheitsbedingt verlief diese nicht gut. Aber dennoch gab es Bronze in der Mixedstaffel und somit ihre erste WM Medaille bei den Senioren. Während es nach der WM beim Heimweltcup in Chanty-Mnsijisk jedoch nicht so gut los ging, folgte im Massenstart mit Platz drei ein erneuter Podestpaltz. Dansch jedoch folgten ihre bisher wohl besten Ergebnise. Doppelsieg in Sprint und Verfolgung, und diese beiden Siege konnte sie auch sofort und schon bei der Siegerehrung feiern und genießen. Ihre gute Form von Oslo bestätigte sie auch bei den Russischenmeisterschaften, wo sie mit Gold in Sprint, Verfolgungund Staffel gleich drei Titel gewann.

 

(Ein paar Biathlonmomente von Svetlana Sleptsova; Quellen: www.biathlon-antholz.it; www.biathlonworld.com; www.daylife.com)


 
 

 

 

 

 



 

Datenschutzerklärung
Kostenlose Webseite von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!